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Kleine Umbaumaßnahmen sind nötig , dann findet in der neuen Kindertagesstätte ab September eine dritte Gruppe Platz. 

Bad Kohlgrub: Turnhalle ist vom Tisch

Kindertagesstätte: Platzproblem gelöst, alle Kinder bleiben im Gebäude

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Einige Varianten wurden geprüft. Jetzt steht fest: Alle Kinder finden im neuen Kindergartenjahr Platz in der Kita St. Martin. Ein kleinerer Umbau ist dafür nötig. Die umstrittene Variante Turnhalle ist vom Tisch. 

Bad Kohlgrub – Noch nicht mal ein Jahr ist es her, dass die Kindertagesstätte St. Martin in Bad Kohlgrub eingeweiht wurde. Frisch renoviert und erweitert. Schon jetzt stößt die Einrichtung an ihre Grenze. Die Anmeldungen sprengen die räumlichen Kapazitäten. Die Verantwortlichen zermarterten sich den Kopf, wo sie die neue, dritte Gruppe unterbringen könnten. Jetzt gibt’s eine Lösung.

Derzeit liegen 21 Anmeldungen für 2020/21 vor, zwei weitere Kinder rücken Ende des Jahres nach. Die acht freien Plätze werden durch Krippenkinder belegt. Den hohen Bedarf hatte niemand auf dem Schirm, als man 2017 mit der Planung der Kita begann. Als Grundlage dienten die Geburtenzahlen aus den Jahren 2014, 2015 und 2016. „Die waren alle im Rahmen“, rechtfertigt sich Franz Degele (Freie Wähler). 20 bis 25 Buben und Mädchen kamen jeweils zur Welt. Darauf fußte das Modernisierungskonzept. Doch folgte das Ausnahmejahr 2017. Einen Ausreißer nennt es der Bürgermeister. 43 Geburten. „Wenn man auf einmal 20 Kinder mehr hat, funktioniert’s nicht mehr.“

Umzug der Kinder in die Turnhalle: Größere Bauarbeiten wären nötig

Mehrere Lösungs-Varianten wurden geprüft. Zwei blieben übrig. Nummer eins: Die dritte Gruppe soll für ein Jahr in die alte Turnhalle der Grund- und Mittelschule ausweichen. Den Segen vom Landratsamt, das die Betriebsgenehmigung erteilt, hätte es gegeben. Doch der Gemeinderat hatte in der Vergangenheit zum Teil bereits Bedenken geäußert, die Kleinen auszugliedern. Nach Vor-Ort-Terminen steht fest: Der Umzug erfordere einen größeren baulichen Eingriff. Neue Schallschutzdecken wären unter anderem nötig.

Mit Elternbeirat und Caritas, dem Träger der Einrichtung, entschied sich die Gemeinde letztlich für die zweite, billigere Möglichkeit. Die Gruppe bleibt in der Kita – verbunden mit einem geringen Umbau. Geplant ist ein Durchbruch zwischen Werkraum und Lager. „Der Aufwand hält sich in Grenzen“, betont Degele. Statt einem Sturz muss ein Stahlträger installiert und ein Stück Boden ergänzt werden – fertig.

Umbau der Kindertagesstätte: Noch keine Prognose zu Kosten

Mit Prognosen über die Kosten hält sich der Bürgermeister zurück. „Wir wissen noch nicht, wie der Stahlträger aussieht.“ Die Gemeinde wartet auf die Information aus dem beauftragten Ingenieurbüro. Ende Juli sollen die Arbeiten über die Bühne gehen. Maximal zwei Wochen dauern sie, meint Degele. Das neue Kindergartenjahr beginnt erst am 1. September – mit dritter Gruppe im eigenen Haus.

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