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Planung liegt vor: Es zeigt sich, dass die Wandelhalle ohne großen Aufwand genutzt werden kann (farbiger, oberer Bereich). Dies soll ab Frühjahr 2018 der Fall sein.  

Gemeinderat fällt Beschluss

Kohlgruber Kindergarten zieht in die Wandelhalle

Eine einfache, kostengünstige Lösung für die Zeit der Bauarbeiten im Bad Kohlgruber Kindergarten ist gefunden.

Bad Kohlgrub – Auf große Veränderungen müssen sich Familien mit kleinen Buben und Mädchen ab Frühjahr 2018 einstellen: Dann beginnt die Modernisierung und Erweiterung des Bad Kohlgruber Kindergartens St. Martin. Ein Großprojekt, für das die Gemeinde 2,3 Millionen Euro in die Hand nehmen will. Deutlich billiger kommt die Lösung, die für die Unterbringung des Nachwuchses während der Bauarbeiten gefunden wurde. Den Plänen, die Betreuungseinrichtung in dieser Zeit in die leere Wandelhalle am Kurpark aussiedeln, hat der Gemeinderat nun offiziell abgesegnet.

Auf der Tagesordnung stand eine Nutzungsänderung für das Gebäude, für die es einen einstimmigen Beschluss gab. Kein Wunder: Es gibt praktisch keine negativen Punkte an dem Vorhaben.

Wichtig ist für Bürgermeister Karl-Heinz Reichert (parteifrei), wie er auf Anfrage sagt, dass die Kindern weg von der Baustelle sind und nicht täglich mit Lärm und Dreck konfrontiert werden. Dies wäre die Folge bei einer Alternativ-Lösung gewesen. Zunächst wurde nämlich daran gedacht, Container am Kindergarten an der Rudolf-Schnell-Straße 10 aufzustellen. Wie berichtet, hätten die Kosten für dieses „Ausweichlokal“ wie es im Behördendeutsch heißt, bei rund 200 000 Euro gelegen. Beim Umzug in die Wandelhalle kommt die Gemeinde deutlich billiger weg. Architekt Otto Fussenegger, der das Vorhaben geplant hat, geht von rund 10 000 Euro aus. Der Gemeinderat (Neue Liste) war entsprechend von der Abstimmung bei diesem Tagesordnungspunkt ausgeschlossen.

„Wir brauchen eine kleine Baugenehmigung“, erklärte Reichert vor dem Beschluss. Erforderlich ist diese, weil einige temporäre Trockenbau-Trennwände in das bestehende Gebäude eingesetzt werden sollen. Als Essensraum für die 51 Kindergarten- und 12 Krippenkinder soll der ehemalige Gastrobereich im Haus dienen. Die einstige Kegelbahn könne für Lagerzwecke genutzt werden.

„Das ist eine gute Sache“, fand Georg Doll (CSU), „und vor allem eine kostengünstige Lösung.“ Auch deshalb, weil die Wandelhalle, wie Reichert ausführte, die Brandschutzbestimmungen erfüllt. Seinen Worten nach soll der Kindergarten ab den Faschingsferien 2018 und für ein Jahr im Kurparkgelände bleiben.

In dieser Zeit ist mit dem Kindergartengebäude, wie berichtet, einiges geplant. Ein Teil des Altbestands wird abgerissen, dafür gibt es eine moderne Erweiterung. Das Gebäude bleibt ebenerdig, hat künftig eine L-Form. Der gesamte Eingangsbereich wird verändert, es gibt einen neuen großen Mehrzweckraum mit geräumigen Fensterfronten. Gleiches gilt für die Gruppenräume, die ebenfalls heller werden sollen. Sie bekommen außerdem eigene, kleine Terrassen.

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