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Neue Vorschläge zur Fassadengestaltung am Haus des Gastes erarbeiten die Planer.

Erst Kindergarten, dann künftiges Rathaus

Nach dem Bad Kohlgruber Bürgerentscheid: Planer wieder am Zug

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Es war ein eindeutiges Votum beim Bürgerentscheid. Jetzt hat sich der Gemeinderat wieder mit der Gestaltung des Haus des Gastes beschäftigt und vier neue Fassaden-Optionen. 

Bad Kohlgrub – Alles eine Frage des Geschmacks. In Bad Kohlgrub brachte die Auseinandersetzung, wie die künftige Fassade des Haus des Gastes (neuer Rathausstandort) aussehen soll, ein eindeutiges Ergebnis: 1127 Bürger (76,6 Prozent) votierten beim Bürgerentscheid im September gegen die von der Gemeinde propagierte Schindelfassade, nur 344 (23,4 Prozent) hätten diese Gestaltungsform ansprechend gefunden.

So stand nun in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend die Frage im Blickpunkt,wie hier weiter verfahren werden soll. Einhellig vertraten die Volksvertreter die Meinung, das mit den bisherigen Planungen beauftragte heimische Architekturbüro Böhmer-Laubender, das bereits die Variante mit den Holzschindeln ausgearbeitet hatte, mit den weiteren Arbeiten zu betrauen. Bürgermeister Karl-Heinz Reichert betonte in diesem Zusammenhang: „Wir müssen das Büro jetzt wieder auf die Reise schicken.“ Im Klartext bedeutet dies, dass sich der Gemeinderat wünscht, drei bis vier unterschiedliche Gestaltungsvorschläge für die Fassade vorgelegt zu bekommen. Reichert hofft, „dass dabei das Thema Holz trotz des Ausgang des Bürgerentscheids nicht ganz ausgeklammert wird, gleichzeitig aber auch andere Materialien wie Putz ins Spiel kommen“.

In diesem neuen Prozess sieht Georg Doll (CSU) „auch eine Chance, dass wir eine optisch ansprechende und gelungene Lösung erreichen, die eine breite Zustimmung bei den Bürgern findet“. Nikolaus Onnich (Liste „Für Landwirtschaft, Natur und Erholung“) rät dazu, so zu verfahren, „wie es beim Dorfbrunnen gelaufen ist“. Hier sei die Bürgerschaft auch mit einbezogen worden, als es darum ging, Gestaltungsvorschläge zu bewerten. Franz Degele (Freie Wählergemeinschaft) schloss sich dem Wunsch, die Öffentlichkeit hier mit ein zu binden, ebenfalls an, wobei Bürgermeister Reichert anmerkte, dass die korrekteste Form, dies zu bewerkstelligen, ein Ratsbegehren sei: „Jetzt schauen wir uns zuerst einmal die Vorschläge, die wir von den Planern bekommen, an. Dann reden wir über eine Bürgerbeteiligung und in welcher Form diese möglich ist.“

Große Eile sieht die Gemeinde in dieser Angelegenheit übrigens nicht. Wenn nämlich der Kindergarten im bevorstehenden Winter wegen der Sanierung der Einrichtung in die Wandelhalle umzieht, kann es keine großen Bauaktivitäten im Haus des Gastes, dem künftigen Rathaus, geben. Noch einmal der Bürgermeister: „Mit dem Umbau des Haus des Gastes werden wir erst beginnen, wenn der neugestaltete Kindergarten fertig ist.“ Es sei nicht ratsam, hier etwas zu überstürzen. Immer der Reihe nach, lautet die Devise.

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