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In Winkelform erbaut: die Kindertagesstätte in Kohlgrub.

Von Note 5- auf 1+

Nach Sanierung und Erweiterung: Kindertagesstätte in Bad Kohlgrub offiziell eröffnet 

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Hell, einladend, zweckmäßig: Bad Kohlgrubs Kindertagesstätte erstrahlt in neuem Glanz.  Die Gestaltung kommt beim Festakt zur Einweihung bestens an.

Bad Kohlgrub – Schon vor sechs Wochen hat Otto Fussenegger eine kleine Besichtigungsrunde gedreht. Der Opa zeigte seinem jüngsten Enkel die modernisierte Kindertagesstätte St. Martin in Bad Kohlgrub. „Er wollte gar nicht mehr gehen“, erzählt der Architekt den Gästen bei der offiziellen Einweihung. Mit dem Sprechen tut sich der Bub noch ein bisschen schwer. Seine Begeisterung brachte er aber kurz und knapp auf den Punkt: „Wow.“

Schneiden das rote Band durch: (v.l.) Landtagsabgeordneter Harald Kühn, Bürgermeister Franz Degele, Kita-Leiterin Maria Holm, Gabriele Stark-Angermeier (Vorsitzende Caritas-Verband), Landrat Anton Speer und Alexander Huhn (Caritas-Kreisgeschäftsführer).

Wie Fusseneggers Enkel geht es am Freitagvormittag allen, die sich beim Festakt ein Bild von der komplett neu gestalteten Einrichtung machen. Sie punktet durch lichtdurchflutete Räume, helles Holz, Akustikplatten aus Weißtanne sowie eine praktische Anordnung der Bereiche Kindergarten und Krippe. Nach der kirchlichen Segnung durch den katholischen Pfarrer Rudolf Scherer und dem evangelischen Geistlichen Florian Bracker führen Fussenegger und Planerin Barbara Freisl-Daser die Anwesenden durch die zwei Trakte. Die beiden ernten nur Lob. Denn die Zeiten von Platzmangel, von einem undichten Dach, vom Weg durch die Gruppenräume in den Garten sind endgültig vorbei.

Vom alten Gebäude blieb nicht mehr viel übrig. Nur ein paar Mauern und der Keller. „Es ist fast ein Neubau“, sagt Bürgermeister Franz Degele. Einer, der in Winkelform errichtet wurde. Das soll Geborgenheit vermitteln. Der Blickfang der Einrichtung unter der Trägerschaft des Caritas-Verbands der Erzdiözese München und Freising ist das Eingangsportal. Ein großer, offener Raum, der vielseitig genutzt werden kann. Ob zum Spielen oder für Feste. Im Gegensatz zu früher gibt’s nun auch einen Mehrzweckraum, ein Kinderrestaurant für die Mittagsverpflegung – ab 11.30 Uhr für die Kita-Besucher, dann für die Grund- und Mittelschüler –, einen Raum für Vorschulkinder sowie ein separates Schlafzimmer für die Jüngsten.

Lesen Sie auch: Bad Kohlgrub erweitert Kindergarten

Kita mit 75 Plätzen - aufgeteilt in Kindergarten und Krippe

An der Anzahl der Mädchen und Buben ändert die zusätzliche Fläche aber nichts. 75 Plätze bietet St. Martin. 51 für den Kindergarten, 12 für die Krippe. Wegen der hohen Nachfrage befristet auf das Jahr 2019/2020 sogar 15. Konzipiert wurde das Gebäude so, dass bei weiterhin steigenden Zahlen eine dritte Kindergarten-Gruppe möglich wäre.

Bürgermeister Degele kommt aus dem Schwärmen fast nicht mehr heraus, spricht von einer der „schönsten und modernsten Einrichtung“ im weiten Umkreis. Sie biete alles, was ein Kinderherz begehrt. Die Entwicklung: „von Note 5- auf 1+“.

Während der Neubau aus dem Jahr 1971 gerade einmal 413 000 D-Mark gekostet hatte, ist das Investitionsvolumen jetzt eine andere Hausnummer. 2,85 Millionen Euro schlugen zu Buche. Unterstützung von 1,64 Millionen Euro gab’s aus Finanzausgleichsmitteln und dem Sonderförderprogramm der Regierung von Oberbayern. Den Rest von komplett kreditfinanzierten 1,21 Millionen Euro stemmte die Gemeinde. Richtig angelegtes Geld, wie Landrat Anton Speer bei seiner Rede meint. Schließlich seien Kinder das höchste Gut.

Im Juni 2018 begannen die Arbeiten. Bereits im Fasching mussten die Mädchen und Buben in die Wandelhalle umziehen. „Da hat’s uns auch gefallen“, sagt Kita-Leiterin Maria Holm. Aber längst nicht so wie jetzt an der Rudolf-Schnell-Straße. Seit August läuft der Betrieb. Jedes Mal, wenn sie in der Früh die Tür aufsperrt und´ die Räume betritt, zaubert’s ihr ein Lächeln ins Gesicht. „Selbst, wenn ich kritisch hinschauen würde“, betont die Leiterin, „würde ich nichts finden, was zu bemängeln ist.“ Das Fazit von Fusseneggers Enkel: „wow“. Das von Holm: „perfekt.“

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