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Reiche Ernte: 2018 war ein außerordentlich gutes Obstjahr. Die Mitarbeiter der Ohlstädter Obstpresse hatten gut zu tun. 

Saftpressen werden bald angeworfen

Nach Rekordjahr 2018 gibt‘s heuer deutlich weniger Obst

Im Gegensatz zu vergangenem Jahr sieht es heuer eher mau aus, was die Obsternte betrifft. Bis jetzt sind bei den Pressen in Ohlstadt, Großweil und Bad Kohlgrub kaum Aufträge eingegangen. Dies könnte auf das ertragreiche Jahr 2018 zurückzuführen sein.

Landkreis – Im vergangenen Jahr war es echt heftig. Die Obstpressen in Ohlstadt, Großweil und Bad Kohlgrub sahen vor Aufträgen kein Ende mehr. Es war gleich so viel, dass die Pressen früher und länger im Einsatz waren als sonst. Die Mitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun. Dass die Ernte heuer teilweise mager ausfällt, könnte auf das Top-Jahr 2018 zurückzuführen sein. Von Landstrich zu Landstrich sei es in diesem Jahr sehr unterschiedlich, sagt Thomas Baumann, Erster Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins Ohlstadt. 2018 pressten sie dort circa 20 000 Liter, davon gingen fast 1000 Liter an den örtlichen Kindergarten und die Grundschule, was außergewöhnlich ist. „So viel wie letztes Jahr wird es heuer sicher nicht, es sieht nach einer durchschnittlichen Ernte aus.“ Im schlechtesten Jahr, an das er sich erinnert, kamen nicht einmal 2000 Liter zusammen. Die Presse wird mit Obst von Obersöchering bis Mittenwald beliefert.

In Großweil wird es 2019 „vielleicht ein Drittel oder die Hälfte vom vergangenen Jahr an Obst geben, wenn überhaupt“, teilt Georg Kutscher mit, Erster Vorstand des dortigen Gartenbauvereins. Er begründet den hohen Ertrag von 2018 damit, dass die zwei Jahre davor schlecht waren. Dadurch hatten die Obstbäume Zeit, um sich zu erholen. Auch er betont, dass die Ernte dieses Jahr sehr unterschiedlich ausfallen wird. „Manche Bäume tragen gut und andere dagegen fast gar nichts.“ Sogar bei seinen eigenen Bäumen lasse sich das feststellen, „die wechseln sich ab“, sagt Kutscher. Zum Teil ist das die Folge von Hagelschäden. Auch in Bad Kohlgrub sind bisher erst wenige Aufträge eingegangen, aber „die meisten kommen erst circa eine Woche vor Beginn“, erklärt Simon Parzhuber, Pressesprecher des Kohlgruber Obst- und Gartenbauvereins. Vor allem Menschen aus dem Ammertal suchen dessen Obstpresse auf, allerdings brachten letztes Jahr sogar welche aus München ihr Obst vorbei. Parzhuber ist sich sicher: „Die Bäume müssen sich nach so einem ertragreichen Jahr erholen.“ 2018 kamen rund 50 000 Liter zusammen, damit wurde der bisherige Rekord von 2013 mit 30 000 Litern geschlagen.

Termin:

Die Obstpresse des Obst- und Gartenbauvereins Ohlstadt nimmt am Samstag, 7. September ihren Betrieb auf. Die weiteren Termine finden von 21. September bis 26. Oktober jeweils an den Samstagen statt. Anmeldungen sind bei Rita Baumann unter Telefon 0 88 41/ 77 31 von Montag bis Freitag zwischen 13 bis 19 Uhr möglich. Zu beachten ist: Von 16. September bis 21. September sind Anmeldungen nur bei Renate Baldauf unter Tel. 0 88 41/ 75 87 zu den obengenannten Zeiten möglich. Gerne nimmt der Verein auch heuer Mostobstspenden entgegen. Dieser Saft wird erneut für die Schule und den Kindergarten gespendet.

Lisa Peer

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