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Noch leer: Der Raum für die künftige Post-Filiale, in dem bislang eine Fahrschule untergebracht war.

Kunden sind sauer

Post Bad Kohlgrub: Wiedereröffnung erst am 20. März

Seit zwei Monaten gibt es keine Post in Bad Kohlgrub: Entsprechend groß ist die Kritik. Auch, weil Termine mehrfach verschoben wurden. Die Post räumt Abstimmungsprobleme ein. Deshalb ist Geduld weiter gefragt.

Bad Kohlgrub – Ein Einschreiben auf den Weg bringen, ein Päckchen abschicken – Dinge, die in Bad Kohlgrub derzeit nicht möglich sind. Postkunden müssen nach Murnau, Bad Bayersoien oder Oberammergau fahren, um einen Ansprechpartner zu finden. Seit die Partnerfiliale Ende 2017 geschlossen wurde, gibt es in Bad Kohlgrub keinen Ersatz. Dafür Ärger bei der Gemeinde und den Dorfbewohnern.

Seinen Unmut machte Zweiter Bürgermeister Franz Degele in der Sitzung des Gemeinderates Luft. „Ich hoffe, dass wird noch was vor Ostern“, sagte der Freie Wähler sauer. Schließlich seien bereits zwei Termine verschoben worden. Zunächst sollte die neue Filiale im Kurhaus Mitte Januar eröffnen, dann Mitte Februar. Zuletzt blieb ein konkreter Termin völlig offen. „Auch nach mehrmaliger intensiver Nachfrage vonseiten der Gemeinde“, wie Mitarbeiter Markus Kethler erklärt. Im Rathaus würden sich die Anfragen aus der Bevölkerung häufen. Aber nicht nur dort. „Die Leute rufen bei mir daheim an. Oder kommen in die Arbeit“, sagt der Bänker Degele. Er könne aber nur darauf verweisen, dass die Gemeinde alles versuche, um eine Lösung mit der Post zu finden.

Deren Sprecher für den Bereich südliches Oberbayern, Klaus-Dieter Nawrath, räumt ein, dass der Prozess dauert. Freut sich auf Tagblatt-Anfrage aber umso mehr darüber, dass es mittlerweile einen neuen Termin für die Eröffnung gibt: Dienstag, 20. März. Die Post habe zum Jahreswechsel seinen Worten nach einen nahtlosen Übergang angestrebt. „Das ist uns aber leider nicht gelungen.“ Erst habe sich die Raumsuche hingezogen. Dann gab es Abstimmungsprobleme. „Es ist nicht alles rundgelaufen“, versucht Nawrath nichts zu beschönigen, was in den vergangenen Wochen passiert ist.

Was Degele dabei besonders ärgert: Der Raum, den die Gemeinde vermietet, ist schon längst bezugsfähig. „Eine Wand ist gelb gestrichen, alle Anschlüsse, Kabel und Leitungen sind verlegt.“ Nur das habe derjenige Post-Mitarbeiter, der für Immobilien zuständig ist, nicht weitergegeben. Also konnte die Filiale bislang nicht bezogen werden. „Das ist ja fast so wie bei einem Staatsbetrieb“, echauffiert sich der Zweite Bürgermeister.

Postkunden in Bad Kohlgrub müssen weiter die Nerven behalten: Denn schon Anfang des vergangenen Jahres gab es Ärger. Damals war der Postschalter in einem Getränkemarkt an der Hauptstraße 12 untergebracht. Wie berichtet, wurde im März dann auf Anweisung der Hausverwaltung – die sitzt im entfernten Chemnitz – der Vorplatz als Feuerwehr-Anfahrtszone gesperrt. Niemand konnte dort mehr sein Auto abstellen. Und das, obwohl es an der St.-Martin-Straße ohnehin schon schwer ist, einen Parkplatz zu finden. Wer schwere Getränkekisten und Pakete abgeben wollte, musste weit schleppen. Die Folge: Die Kunden blieben aus.

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