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Die Laufbahn soll im Rahmen der Sportplatzsanierung in Bad Kohlgrub verlängert werden.

Projekt auf 400 000 Euro veranschlagt - Laufbahnsanierung ist der Schwerpunkt

Sportplatz Bad Kohlgrub: Kompromiss nach fünf Jahren

Was lange währt, wird endlich gut - dies scheint nun auch auf den Sportplatz in Bad Kohlgrub zuzutreffen.

Bad Kohlgrub – Nun kann es wohl endlich losgehen mit der Sportplatz-Sanierung in Bad Kohlgrub. Der Gemeinderat hat nach langem Hin und Her einstimmig einen Grundsatzbeschluss gefasst. Allerdings wird es heuer noch nichts mit dem Baubeginn. Denn bis Bescheide über Zuschüsse vorliegen, wird es wohl Juni werden. Und dann erst kann die Ausschreibung rausgehen. Ein Baustart im Oktober, wenn es schon langsam kälter wird, macht dann keinen Sinn mehr.

Das berichtete Bernd Naßhan vom Ingenieurbüro ISA in der letzten Gemeinderatssitzung. Der jetzige Kompromiss-Vorschlag fußt auf der neu vorgelegten Variante des Büros, nachdem in der März-Sitzung die Planung abgelehnt worden war. Diese war von den Ingenieuren nochmals überarbeitet worden. Die Lösung mit einer leicht verlängerten Laufbahn wird nun etwas teurer, das Gesamtvolumen liegt bei knapp 400 000 Euro. „Das Optimale ist es nicht“, schränkte Bürgermeister Franz Degele ein. Doch die drei Sportvereine seien mit dem Kompromiss einverstanden. „Mit 170 000 Euro mehr können wir leben“, so der Bürgermeister.

Naßhan ließ noch einmal die vergangenen fünf Jahre Revue passieren, denn so lange schon ist das Thema in der Diskussion. Die Ingenieure hatten mehrmals Untersuchungen und Pläne ausgearbeitet, die immer wieder verworfen und neu erstellt werden mussten wegen zu hoher Kosten. Immerhin war 2015/16 die Neuanlage eines Kunstrasenplatzes ausgeführt worden, auf Kosten des Sportvereins. „Für die beerdigten Lösungen ist kein Honorar geflossen“, sagte ISA-Chef Günter Jochum, der im Publikum saß und ausnahmsweise Rederecht bekam.

Nur die aktuelle Vorplanung habe seine Firma der Gemeinde in Rechnung gestellt. Und zwar mit 38 000 Euro und nicht, wie in der März-Sitzung verlautete, mit 60 000 Euro. Das sagte Jochum nach der Sitzung auf Anfrage. Ein Knackpunkt war immer der Kurvenradius der Laufbahn gewesen. Die Kurve ist für Wettkämpfe zu eng, der Platz reicht deshalb insgesamt nicht aus. Doch ein Verlängern der Geraden hätte eine größere Baumaßnahme in die Böschung hinein bedeutet. Zu aufwändig. Jetzt haben die ISA-Ingenieure die Kurve noch etwas abflachen können. Offizielle Wettkämpfe kann man dann immer noch nicht abhalten, doch für das Training taugt die Bahn. „Mich irritiert, dass wir die 1,8-Millionen-Variante mit Bahn und Tribüne nie diskutiert haben“, warf Andreas Wojciak (Neue Liste) ein. „Den Plan haben wir nie gesehen.“ Gilbert Ullmann (Neue Liste) meinte: „Begeistert bin ich zwar nicht von der Kurve, es ist aber gut, dass jetzt endlich Bewegung in die Sache kommt und was gemacht wird.“

Bürgermeister Degele will aufs Tempo drücken: „Wir setzen alles daran, dass die Sanierung möglichst schnell umgesetzt wird.“. Er rechnet mit Zuschüssen von rund 240 000 Euro. Weil die Kohlgruber Leichtathleten zwischenzeitlich gezwungen sind, zum Training nach Oberammergau zu fahren, bewilligte der Gemeinderat dem Verein auf Antrag einen Fahrtkosten-Zuschuss von 648 Euro.

Juliane Klieser

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