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Ein Geschenk für Mister President: Manuela Dilly präsentiert auf einem Foto ihren Obama-Spezial-Stuhl.

Entourage des US-Präsidenten nimmt Kunstwerk entgegen

Sie fertigte Barack Obama einen Spezial-Stuhl

Krün - Sie hatte eine zündende Idee: Manuela Dilly hat dem mächtigsten Mann der Welt eine besondere Sitzgelegenheit kreiert. Vielleicht steht diese sogar im Weißen Haus. 

Wo genau ihr Unikat steht, weiß Manuela Dilly nicht. Vielleicht sogar im Weißen Haus in Washington. „Würde mich auch interessieren, was aus ihm geworden ist“, meint die 48-jährige Künstlerin, die seit gut einem Jahr mit ihrer Familie in Krün lebt. In ihrem Atelier am Stausee 11 hatte sie auch die zündende Idee: Dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama einen ganz speziellen Stuhl fertigen und diesen beim G7-Gipfel überreichen. 

Gedacht, getan. So schuf sie in rund 100 Arbeitsstunden ein exquisites Geschenk, eine Sitzgelegenheit in Mosaikform aus buntem Tiffany-Glas – Materialwert etwa 300 Euro. Als passendes Motiv wählte die gebürtige Wiesbadenerin die US-Flagge. Mit anderen Worten: Obama nimmt sozusagen auf Stars and Stripes Platz. „Da bin ich echt stolz drauf“, betont Dilly, denn der Holzstuhl mit der edlen, glatten und komplett verfugten Oberfläche sei „echt gelungen“ und obendrein „sehr bequem“. 

Zuletzt gesehen hat die studierte Kunstlehrerin, die in Mainz auch mal ein paar Semester Jura hinter sich brachte, ihr einzigartiges Werk kurz vor dem Obama-Besuch Anfang Juni in Krün. „Da haben wir den Stuhl ins Rathaus
gebracht.“ Ob ihn Stunden später auch Mr. President tatsächlich zu Gesicht bekommen hat, weiß Dilly nicht – nur soviel: Jemand aus Obamas Entourage soll das Geschenk angenommen haben und offenbar begeistert gewesen sein. Seitdem sind über vier Monate ins Land gegangen, und die Künstlerin vom Stausee wartet immer noch auf ein Schreiben aus Übersee. So oder so: Die Arbeit und das Herzblut, die im Obama-Stuhl stecken, seien keinesfalls umsonst gewesen. Und vielleicht ist er ja nicht in der Rumpelkammer, sondern im Oval Office gelandet.

Nun plant die Künstlerin in Kooperation mit örtlichen Vermietern sogar Kreativ-Reisen nach Krün. „Außerdem würde ich gerne eine Ausstellung im Isartal organisieren oder meine Gemälde hiesigen Hotels zur Verfügung stellen.“ Der Obama-Stuhl findet sich dann aber leider nicht mehr unter den Exponaten.

ku/csc

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