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Es wird weitergebaut, zumindest so lange, wie das Wetter hält.

Felssicherungsarbeiten am Ettaler Berg laufen weiter

Baustelle bis Mitte Dezember?

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Weiter in Geduld üben müssen sich Autofahrer bei der Baustelle am Ettaler Berg - womöglich noch einen Monat lang.

Ettal – Felsstürze und Steinschläge, die in der Vergangenheit immer mal wieder für gefährliche Situationen sorgten, werden auf der 2,5 Kilometer langen Bergstraße zwischen Oberau und Ettal künftig wohl der Vergangenheit angehören. 100-prozentige Sicherheit gibt es zwar nicht, doch vom Staatlichen Bauamt in Weilheim ist jetzt alles unternommen worden, den Schutz vor Gefahren für Autofahrer am Ettaler Berg auf einen hohen Standard zu bringen.

Nachdem mittlerweile fast auf der ganzen Strecke Leitplanken am Straßenrand installiert sind, begannen Ende August hangseitig umfangreiche Rodungs- und Felssicherungsarbeiten der Inzinger Firma Berger + Brunner. Die gingen nun vor gut einer Woche zu Ende. Eine neuerliche genauere Prüfung im unteren Bereich ergab, dass es nicht schaden würde, wenn die Vernetzung weitergeführt werden würde. Da dem wettermäßig bisher nichts entgegensteht und die Weilheimer Behörde mit der österreichischen Alpinbau-Firma sehr zufrieden ist, entschloss man sich, die Sicherungsarbeiten um weitere 700 Meter fortzusetzen. Dazu Dr. Hermann Streicher vom Staatlichen Bauamt: „Wir werden maximal bis zur Kehre gehen und bis spätestens Mitte Dezember hier arbeiten. Dann hätten wir einen optimalen Schutz.“ Bei Berger + Brunner freut man sich natürlich über den Zusatz-Auftrag: „Wir werten das schon als Zeichen, dass wir gute Arbeit geleistet haben.“

Der Deal bedeutet aber auch, dass Autofahrer nochmal maximal vier Wochen mit Behinderungen leben müssen. Die Ampel wird noch einmal umgesetzt, die lange Grün-Phase bleibt. Streicher: „Wir haben positive Rückmeldungen, dass die Autofahrer es schätzen, wenn sie auf einmal durchkommen, obwohl sie dafür vielleicht etwas länger warten müssen.“ Überhaupt habe es wegen dieser doch umfangreichen Baustelle so gut wie keine Klagen von genervten Verkehrsteilnehmern gegeben, betont der Mitarbeiter des Amtes: „Es war sehr ruhig. Auch von der Polizei haben wir nichts Negatives gehört.“

Die Auftragserweiterung hat nun natürlich zur Folge, dass auch die Gesamtkosten in die Höhe klettern – von 550 000 Euro auf dann fast 800 000 Euro. Das räumt Dr. Streicher ein: „Sicher verteuert sich das Ganze dadurch, aber zum einen ist die Firma, die sehr gute Arbeit leistet, jetzt vor Ort und zum anderen dient die Maßnahme der Erhöhung der Sicherheit für die Autofahrer.“ Damit sollte für die nächsten Jahre der Ettaler Berg keinen Anlass mehr für weitere Arbeiten und damit verbundene Behinderungen bieten.

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