Stolz und glücklich: Josef und Uschi Öfner (ab 4. v. l.) aus Farchant nehmen für ihre Resl die Glückwünsche von (v. l.) Bauernpräsident Walter Heidl, Landesbäuerin Anneliese Göller, Ministerpräsident Horst Seehofer und Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (r.) in München entgegen. foto: fkn

Bayerns schönstes Schaf kommt aus Farchant

Garmisch-Partenkirchen - Sie hat selbst Seehofer die Show gestohlen: Resl aus Farchant. Das Bergschaf aus dem Stall von Josef Öfner wurde beim Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) zur Nummer eins im Freistaat gekürt. Das beschert ihr etwas ganz Besonderes...

Schafe sind Josef Öfners große Leidenschaft. „Schon als Bub war ich mit ihnen auf der Alm“, erzählt der Farchanter. Am Wochenende ist ihm auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest in München der ganz große Coup gelungen: Bei der Landestierschau avancierte der Werdenfelser zum besten bayerischen Schafzüchter. Diesen Titel hat Öfner zu verdanken. Das zweieinhalbjährige Muttertier gilt nämlich seit Samstag als Bayerns schönstes weißes Bergschaf.

„Einfach super“, meint mit Öfners Ehefrau Uschi. Unvergessen bleiben für die Öfners die Momente großer Anspannung und Freude. Das Herz raste bei Uschi Öfner ordentlich, als sie und ihr Mann mit Resl, umringt von tausend Zuschauern, vor Ministerpräsident Horst Seehofer traten. „Der war ganz lässig drauf“, erinnert sich die Farchanterin, die seit 23 Jahren mit dem „Zach“ - und seinen rund 60 Schafen - verheiratet ist.

Dass die Öfners beim ZLF bei rund 40 Konkurrenten den totalen Triumph verbuchten, lag nicht nur an der strahlend weißen Bayernsiegerin. Mit Bock Hansl und Foxi, einem weiteren Muttertier, holten sie sich noch zwei weitere erste Preise. „Dieser Dreier ist nicht zu toppen“, bemerkt Josef Öfner. „Das hat noch keiner geschafft, und das wird mir sicherlich auch nicht mehr gelingen.“

Viermal nahm er schon beim alle vier Jahre auf der Münchner Theresienwiese stattfindenden ZLF teil. Zwei Titel (bester Bock und bestes Jungschaf) sprangen dabei für den leidenschaftlichen Züchter heraus. Doch seine Resl hat Öfner am meisten stolz gemacht.

„Sie hatte Glück mit den Genen“, glaubt ihr 49-jähriger Besitzer. „Vater und Mutter haben einfach zusammengepasst.“ Kein Wunder, dass auf Bayerns schönstes Bergschaf eine besondere Belohnung wartet: „Sie darf noch ganz lange bei uns im Stall leben und dort auch sterben“, versichert der „Zach“ und ergänzt: „Bock Hansl natürlich auch.“

Christof Schnürer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Chaos in Urlaubsort: Gemeinde stellt sich gegen Ausflügler - Im Notfall wird Berg gesperrt
Entlang der Straße verhindern Zäune das Parken in den Wiesen, die Schlupflöcher sind verbarrikadiert. Grainaus Bürgermeister Stephan Märkl sieht bereits Verbesserungen.
Nach Chaos in Urlaubsort: Gemeinde stellt sich gegen Ausflügler - Im Notfall wird Berg gesperrt
Wenn Theresa mit dem Traktor kommt: Junge Frau packt beim Bauhof mit an
Theresa Singer steht in Spatzenhausen ihren Mann. Die 28-jährige Landwirtschaftsmeisterin hilft 50 Stunden im Monat beim gemeindlichen Bauhof mit. Zäune reparieren, …
Wenn Theresa mit dem Traktor kommt: Junge Frau packt beim Bauhof mit an
Hunderte Touristen nutzen Privatparkplatz zum Campen: Anwohner verzweifeln - doch die Gemeinde ist machtlos
Die Anlieger haben die Nase gestrichen voll. Die öffentlichen Parkplätze am Schwarzenfeld vor ihren Häusern werden zunehmend als Campingplatz missbraucht.
Hunderte Touristen nutzen Privatparkplatz zum Campen: Anwohner verzweifeln - doch die Gemeinde ist machtlos
Sturmholz muss aus dem Wald: Forstarbeiten im steilen Gelände bei Grafenaschau
Noch rund zwei Wochen wird am Rißberg oberhalb von Grafenaschau gearbeitet. Fachleute holen Sturmholz aus dem Staatswald.
Sturmholz muss aus dem Wald: Forstarbeiten im steilen Gelände bei Grafenaschau

Kommentare