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Aufmerksames Publikum: Ursula Heller (r.) führte durch die Veranstaltung.

Wirtschaftsgespräche in der Region

Ministerin Ilse Aigner zeigt sich charmant und kompetent

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Garmisch-Partenkirchen - Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner war in Garmisch-Partenkirchen zu Gast. Im Gespräch mit Unternehmern, Verbandsvertretern und örtlichen Politikern zeigte sie sich kompetent und charmant. Ergebnisse brachte die Veranstaltung keine. Wie auch?

Souverän präsentiert sich Ilse Aigner. 

Alles wirkt professionell. Die Moderatorin kommt vom Bayerischen Fernsehen und hat alles im Griff – auch Ilse Aigner (CSU). So wirkt’s allerdings nur. Denn der Star ist nicht Ursula Heller, bekannt aus der „Münchner Runde“, sondern die bayerische Wirtschaftsministerin. Aigner hat Erfahrung mit dem, was sie in einem Saal im Dorint Sporthotel in Garmisch-Partenkirchen tut. Die „Wirtschaftsgespräche in der Region“ veranstaltet die 51-Jährige nach Auskunft ihrer Pressesprecherin Katrin van Randenborgh „seit einhalb Jahren alle paar Wochen. Bei den meisten war sie selbst, bei einigen vertrat sie ihr Staatssekretär Franz Josef Pschierer“.

Was Aigner macht und sagt, klingt kompetent und charmant. Als sie nach Garmisch-Partenkirchen gefahren ist, sei ihr das Herz aufgegangen. „Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein. Ein Kontrast zu Brüssel“, wohin sie am Donnerstag eine Dienstreise geführt hatte. Die Region, derer sie sich diesmal annahm, umfasste die vier Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim-Schongau (Planungsregion 17). In einem Frage-Antwortspiel stellte sich Aigner, die neben Markus Söder als potenzielle Nachfolgerin von Ministerpräsident Horst Seehofer gehandelt wird, den Unternehmern, Vertretern von Wirtschaftsverbänden und örtlichen Politikern. Sie wollte erfahren, „wo der Schuh drückt“. Und es wurde kein Monolog, sondern ein Gespräch – wie es sich die Ministerin gewünscht hatte.

Aigner verspricht: Sie kümmert sich

Ergebnisse brachte die Veranstaltung natürlich keine. Wie denn auch? Aigner versprach, sich einzusetzen – innerhalb ihres Ressorts und in Absprache mit ihren Ministerkollegen – darunter auch Söder, zuständig für das Finanzministerium. „Dass im Oberland Tourismus eine ganz wesentliche Rolle spielt, das weiß ich“, sagte sie. „Doch wir wollen die Region in jeder Hinsicht weiterentwickeln.“ Ein Großteil der zweistündigen Veranstaltung, drehte sich dann auch um den Tourismus. Jutta Griess lobte und kritisierte. Die Garmisch-Partenkirchner Kreisvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbands hob anerkennend die siebenprozentige Mehrwertsteuer hervor, wandte sich aber gegen die Ausnahmegenehmigungen und die Bürokratie, die so entsteht. Und sie sprach sich für eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes aus. Thomas Grasegger (Trachten Grasegger) und Peter Wiedemann (Parfümerie Wiedemann) baten die Wirtschaftsministerin zu prüfen, ob es möglich sei, die vier verkaufsoffenen Sonntage von den Märkten zu entflechten. 

Ein Thema war auch eine Hochschule mit Sitz in der Region. Auf die hoffen Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) und Lorenz Mayr, der in Bernried ein Hotel und einen Bauernhof mit 100 Kühen besitzt. „Eine Hochschule oder zumindest eine Außenstelle wäre für die Ausbildung von enormer Bedeutung“, erklärten beide unisono. Gabriele Schober betreibt in Bad Kohlgrub ein Hotel. Sie forderte die Ministerin auf, sich bei den Krankenkassen dafür einzusetzen, dass die Standards in Sachen Kuren eingehalten werden. Der Hintergrund: In osteuropäischen Ländern, wo viele Versicherte ihre Kur verbringen, gelten diese Vorgaben nicht. Aigners Versprechen: „Ich kümmere mich darum."

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