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Torhungriges Talent: Tim Richter zeigte in der vergangenen Saison beim EV Füssen, was er kann.

SCR bekommt Scouting-Hilfe aus Übersee

Garmisch-Partenkirchen - Der SCR braucht einen Kader, der den Ansprüchen der 2. Eishockey-Bundesliga genügt und nicht allzu teuer ist. Um das bei den Kontingentstellen zu schaffen, bekommt Manager Ralph Bader nun prominente Unterstützung aus Übersee.

Steve Bartlett heißt der Mann, der seine Fühler jenseits des Atlantiks ausstreckt. „Er will uns helfen, damit wir gute Ausländer bekommen“, bestätigt Bader.

Bartlett? Da klingelt es doch bei jedem Fan. Steve Bartlett ist der Vater von SCR-Stürmer Scott Bartlett, der in der vergangenen Saison auf eigene Kosten nach Garmisch-Partenkirchen gekommen war und dann zum Torjäger avancierte. Sein Vater ist in Nordamerika als Spielervermittler tätig und dort eine große Nummer: Dem Österreicher Thomas Vanek hat er vor kurzem erst einen 50-Millionen-Dollar-Vertrag für sieben Jahre bei den Buffalo Sabres besorgt. Solche Kracher wird er dem SC Riessersee freilich nicht vermitteln können. Bader aber ist optimistisch. „Er hat die Kontakte, und die will er für uns spielen lassen.“

Steht natürlich die Frage nach dem Sohn im Raum. „Es ist noch offen, ob er bleibt“, verrät der SCR-Manager. „Das hängt davon ab, ob er weiter Eishockey spielt oder beruflich etwas anderes macht.“ Interesse ist jedoch beiderseits vorhanden.

Das war es auch bei den Neuzugängen, die der SCR-Geschäftsführer gestern bekanntgab: Martin Pfohmann kehrt aus Peiting zu seinem Heimatverein zurück. Der andere Neue ist Tim Richter, der zuletzt bei EV Füssen in der Oberliga eine starke Saison hingelegt hat. „Die beiden passen perfekt in unser Profil“, urteilt Bader. „Das sind zwei Spieler, die sich in der zweiten Liga beweisen wollen, die noch Potenzial nach oben haben.“ Richter hat die komplette Eishockey-Schule in Füssen durchlaufen und musste nicht lange überlegen, als das Angebot von Bader kam. „Er war sofort begeistert, dass er die Chance bekommt.“ Der 22-Jährige fiel dem SCR-Geschäftsführer in der vergangenen Saison immer wieder auf: „Er hat 18 Tore geschossen und 50 Punkte gemacht“, nennt Bader die eindrucksvollen Statistiken. Was ihm noch am Neuzugang gefällt: dessen Einstellung. Der Sport- und Fitnesskaufmann zieht sogar mit Sack und Pack nach Garmisch-Partenkirchen. „Wir haben gemeinsam für ihn eine Wohnung gesucht, die er selbst bezahlt.“

Die braucht Martin Pfohmann wohl nicht. Das Riesserseer Eigengewächs trägt nach drei Saisonen beim EC Peiting nun wieder das weiß-blaue Trikot. „Er hat sich selbst angeboten“, sagt Bader, der den 22-Jährigen allerdings auch schon im Kopf hatte. „Wir brauchen Breite im Kader, und da ist einer wie der Martl genau richtig. Er kann auch mal körperliche Akzente setzen, das ist in der zweiten Liga wichtig.“ Noch dazu hat sich Pfohmann beim EC Peiting spielerisch enorm weiterentwickelt.

Das darf er nun beim SC Riessersee unter Beweis stellen. Bader ist zuversichtlich: „Das Duo Richter/Pfohmann passt gut zu uns. Das sind zwei Jungs, die ihre Chance nutzen wollen.“ (cf)

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