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Engagiert sich für Familien: Martina Schillinger-Mann von der Beratungsstelle der Caritas.

Großer Zulauf bei Caritas-Beratungsstelle

Familien in der Krise

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Garmisch-Partenkirchen - Die Beratungsstelle der Caritas im Landkreis Garmisch-Partenkirchen unterstützt Eltern und Kinder seit 50 Jahren. Der Bedarf an Hilfestellungen steigt kontinuierlich.

Wir sind für alle Eltern, Kinder und Jugendliche aus unserem Landkreis, die Hilfe oder Beratung brauchen, da“, erklärt Martina Schillinger-Mann. Die Teamleiterin der Erziehungs-Beratungsstelle der Caritas in Garmisch-Partenkirchen stellte Zahlen und Fakten rund um das Angebot vor, das seit 50 Jahren im Kreisort sowie in den Außenstellen in Murnau, Mittenwald und Oberammergau besteht. Und sie betonte, dass sie und ihre fünf Mitarbeiterinnen Betroffenen unverbindliche und kostenlose, auf Wunsch auch anonyme, Gespräche anbieten. „Egal, wo der Schuh drückt“. Es gebe kein Thema, das ihnen fremd sei, und „niemand sollte sich scheuen, bei Fragen zur Kindererziehung bis hin zu Paarproblemen mit uns in Verbindung zu treten.“

Seit vier Jahren leitet Schillinger-Mann die Beratungsstelle an der Dompfaffstraße. Der Bedarf an Hilfestellung steigt in den Familien kontinuierlich an. Kein Wunder, denn Themen wie Patchwork-Konstellationen, Asylproblematiken, Drogen- oder Medienkonsum und hohe finanzielle Belastungen betreffen vor allem auch sie. „Zudem sind Frauen heutzutage häufiger berufstätig, das ist ja gut so, will aber organisiert sein“, erklärt die Sozialpädagogin. Auch der zunehmende Zeitdruck sei für viele ein Problem, alles müsse heutzutage schnell gehen, die Ergebnisse sollten dennoch optimal sein. „Da herrscht bei vielen Eltern wie Kindern ein enormer Erwartungs- und Leistungsdruck.“

Lösungen müssten immer individuell gesucht werden, jeder Fall sei anders, Gleichmacherei fehl am Platz. Es gebe eben kein Allgemeinrezept und so sieht sich die Familientherapeutin mit ihrem Team als Begleiter auf Augenhöhe mit den Hilfesuchenden. „Wir schauen uns gemeinsam die Probleme an und suchen auch gemeinsam nach Strategien, sie auszuräumen.“ Nicht von oben herab bestimmend und eingreifend, sondern kooperativ und verständnisvoll, so erleben die Betroffenen die Beratung bei der Caritas. Auch das Thema Prävention spielt dabei eine wichtige Rolle, in Workshops zu Themen wie Mobbing am Arbeitsplatz, Problemen in der Pubertät, Selbstsicherheitstraining für Grundschüler oder schwierigen Selbstfindungsprozessen: Die Beratungsstelle versucht schon im Vorfeld, Eltern und Kinder in ihren Positionen zu stärken.

„Einzelberatung, Gruppentherapie und Präventionsmaßnahmen sind die drei wichtigsten Bausteine“, beschreibt Schillinger-Mann ihre Hauptaufgabengebiete. Und sie freut sich über ein zunehmendes Engagement der Väter in Sachen Familienarbeit. Das sei eine schöne Entwicklung der vergangenen Jahre, und überhaupt ist ihr Credo: „Krisen können auch Chancen sein.“

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