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Perfekt ausgeschildert: Die Hinweise auf die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern hängen bereits im Klinikum.

Zentrale Anlaufstelle im Notfall

Bereitschaftspraxis im Klinikum eingerichtet

Garmisch-Partenkirchen - Durch eine zentrale Bereitschaftspraxis im Klinikum soll die medizinische Versorgung im Landkreis Garmisch-Partenkirchen weiter verbessert werden. Die Kassenärztliche Vereinigung, die diese eingerichtet hat, startet damit ein Pilotprojekt.

Wer in Garmisch-Partenkirchen und Umgebung außerhalb der üblichen Sprechzeiten seines Hausarztes medizinische Versorgung benötigte, fuhr bisher entweder in die Notaufnahme des Klinikums oder wählte die Nummer 11 61 17. Hier erfuhr der Hilfesuchende, in welcher Praxis ein niedergelassener Arzt Bereitschaftsdienst hatte. Wenn der Patient Pech hatte, musste er beispielsweise von Mittenwald nach Murnau fahren oder einen anderen längeren Weg quer durch den Landkreis auf sich nehmen. Ein Problem für alle, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Meist wurde dann um einen Hausbesuch gebeten.

Seit Anfang April hat sich die Situation grundlegend geändert. „Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurde als Pilotregion in Oberbayern ausgewählt“, erklärt Birgit Grain, Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB). Daher „haben wir im Klinikum eine zentrale Bereitschaftspraxis eingerichtet“. Die zentralen Anlaufstellen gehören zur umfassenden Reform des Bereitschaftsdienstes der niedergelassenen Ärzte in Bayern. In einigen Jahren sollen im Freistaat 110 Bereitschaftspraxen zur Verfügung stehen.

Im Klinikum wurden Zimmer angemietet und die Tochtergesellschaft Gedikom Gesundheitsdienstleistung mit der Realisierung funktioneller Behandlungsräume beauftragt. „Wir sorgen für die nötige Infrastruktur, stellen medizinisch geschultes Personal zur Verfügung“, informiert Philip Bogdahn, Assistent der Gedikom-Geschäftsführung. Die Vorteile, die Bereitschaftspraxis am hiesigen Klinikum einzurichten, liegen auf der Hand. Zusammen mit der Notaufnahme kann so die ambulante Versorgung der Bevölkerung außerhalb der üblichen Sprechzeiten vollständig abgedeckt werden. Dadurch steht ihnen die Infrastruktur des Klinikums sofort zur Verfügung. Die Notaufnahme wird außerdem spürbar entlastet, kann sich um akut schwer erkrankte oder verletzte Patienten kümmern. Auch die Verkehrsanbindung ist gewährleistet.

Natürlich werden Hausbesuche ergänzend und fallabhängig weiter von einem ärztlichen Fahrdienst gemacht. Ändern soll sich aber auch hier etwas, vor allem für größere Dienstgebiete. „Der diensthabende Arzt ist nicht mehr allein unterwegs, sondern wird von einem Fahrer zum Einsatzort gebracht“, erläutert Grain die Verbesserung. Zu hohe Belastungen bei nächtlichen Fahrdiensten und Sicherheitsbedenken bei Hausbesuchen rechtfertigen die Entscheidung. Inzwischen leisten auch Nicht-Vertragsärzte, sogenannte Poolärzte, die sich auf einen Aufruf der KVB hin gemeldet hatten, Bereitschaftsdienste und entlasten damit die niedergelassenen Ärzte.

Weitere Informationen

Wer im Landkreis Garmisch-Partenkirchen außerhalb der Sprechstunden medizinische Hilfe benötigt, bekommt unter der kostenfreien Rufnummer 11 61 17 die nötigen Informationen. Besetzt ist die neue KVB-Bereitschaftspraxis am Klinikum montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 21 Uhr, mittwochs und und freitags von 13 bis 20 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 9 bis 21 Uhr.

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