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Gestrandete oder verunglückte Wanderer halten die Bergwacht bei diesem Traumwetter in Atem. 

Mehrere Rettungsaktionen innerhalb kürzester Zeit

Bergwacht kommt nicht zur Ruhe

Garmisch-Partenkirchen -  Sie bekommen kaum eine Verschnaufpause: Die Retter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen mussten mehrmals in kurzer Zeit ausrücken. Auch der Heli war im Dauereinsatz. 

Gestrandete Bergfexe lassen die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen nicht zur Ruhe kommen. Zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochfrüh waren die Retter viermal im Einsatz. Dabei holten sie ein Paar aus Tübingen mit dem Hubschrauber vom Jubiläumsgrat und standen einem Münchner bei, der die Nacht auf dem Klettersteig zwischen Zug- und Alpspitze verbringen musste.

Zum ersten Mal rückten sie um 17 Uhr aus. Beim Alarm hieß es, eine Frau mit verletztem Fuß braucht Hilfe. Die Wandererin hatte sich im Flussbett kurz nach der Partnachklamm die Fußsohle aufgeschnitten. Bergwacht und Notarzt kamen durch die Klamm, ein zweites Team gelangte mit einem Rettungsfahrzeug über die Partnachalm zur Unfallstelle und brachte die Verletzte ins Krankenhaus.

Nach einer kurzen Verschnaufpause um 19 Uhr der nächste Einsatz. Ein Paar aus Tübingen, er 75, sie 51, rief um Hilfe. Laut Einsatzleiter Tim Bukenberger waren die beiden von der Zugspitze aus schon zwölf Stunden am Jubiläumsgrat unterwegs. Auf der Inneren Höllentalspitze, da war erst ein Drittel der Tour gemeistert, verließ sie die Kraft. „Sie hatten sich zeitlich verschätzt und wollten von uns wissen, was sie jetzt machen sollen“, erzählt der Einsatzleiter. Erst wollte man sie zur Biwakschachtel weiterleiten, entschied dann aber, das Paar mit dem ADAC-Hubschrauber abzuholen. Also mit Bergrettern und Notarzt nach oben geflogen, die Gestrandeten in die „Windel“ gepackt und in den Helikopter gehievt. Kurz danach waren die Bergsteiger glücklich im Tal.

Schon nach 15 Minuten kam der nächste Hilferuf. Ein Geretsrieder (22) war zwischen Bayernhaus und Drehmöserhütte ausgerutscht und hatte sich die Schulter ausgekugelt. Kaum hatten ihn die Bergretter mit dem Hubschrauber ins Garmisch-Partenkirchner Klinikum gebracht, wieder Alarm am Jubiläumsgrat. Diesmal war ein Münchner auf der Mittleren Höllentalspitze hängen geblieben. Der 64-Jährige hatte eigentlich geplant, in der Biwakschachtel zu übernachten, wollte aber in der Dunkelheit nicht weiter. „Nachdem der Flieger bei einem anderen Einsatz war und wir zu Fuß Stunden gebraucht hätten, musste er oben übernachten.“

Telefonisch hielt Bukenberger mit dem Mann, der eine gesicherte Position gefunden hatte, die Nacht über Kontakt. Um 6.30 Uhr winschte ihn die Bergwacht in den Rettungshubschrauber Christoph Murnau und brachte ihn unversehrt ins Tal.  

 Eva Stöckerl

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