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Einsatzbesprechung der Oberauer Bergretter.

Beim Abstieg den markierten Steig verpasst

Frau mit Wärmebildkamera geortet

Oberau - Die Bergwacht Oberau war gefragt: Sie mussten im Bereich der Hohen Kiste eine 32-Jährige retten, die total erschöpft war und von Knieschmerzen geplagt wurde. 

Eine völlig erschöpfte Frau hat die Bergwacht Oberau aus ihrer Notlage gerettet. Die 32-Jährige musste wegen ihres ausgeprägten Erschöpfungszustandes ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht werden. An dem Einsatz, der sehr aufwändig war und der drei Stunden dauerte, waren zwei Hubschrauber und elf Bergretter drei Stunden lang gefordert.

Die Dießnerin und ihr Begleiter hatten beim Abstieg von der Hohen Kiste den markierten Steig durch das Kistenkar verpasst. Daraufhin probierten beide, durch unwegsames und steiles Gelände die Westseite des Estergebirges zu durchqueren. Oberhalb der sogenannten Teufelskapelle stießen sie auf einen Jagdsteig, über den sie versuchten, wieder nach oben zur Weilheimer Hütte zu gelangen. Aufgrund starker Knieschmerzen war für die Frau aber kein Weiterkommen mehr möglich. Da beide Mobiltelefone nicht funktionierten, machte sich ihr Begleiter alleine auf den Weg zur Weilheimer Hütte. Dort konnte er gegen 20 Uhr den Notruf absetzen.

Da die Örtlichkeit, wo sich die Frau befand, zu Beginn der Rettungsaktion nicht klar war, wurde zuerst der Einsatzleiter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen alarmiert. Zusammen mit dem Hüttenwirt konnte die Frau der Beschreibung nach grob im Bereich des „Martini Steigs“ ausgemacht werden. Die Bergwacht Oberau entsandte umgehend einen Trupp. Parallel schaute der Hüttenwirt zum Ausstieg des Steigs. Er konnte jedoch keinerlei Ruf- oder Sichtkontakt herstellen.

Da es sich um sehr unwegsames Gelände handelt, entschloss sich die Einsatzleitung zusätzlich zum bereits angeforderten SAR-Hubschrauber auch den Edelweiß-1-Hubschrauber der Polizei mit Wärmebildkamera anzufordern, um ein schnelles Finden der Frau bei sinkenden Temperaturen sicher zu stellen. Gegen 21.30 Uhr überflog der Polizeihelikopter das fragliche Gebiet und ortete kurze Zeit später die 32-Jährige circa 100 Höhenmeter unterhalb des Grats. Edelweiß 1 leuchtete die schwer zugängliche Stelle aus, damit SAR-Landsberg 58 zusammen mit einem Oberauer-Bergretter die Frau mittels Rettungswinde aufnehmen konnte.

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