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Hubschrauberalarm im Höllental: Einsatzkräfte trainieren für den Ernstfall in der Luft.

Einsatz-Simulation für den Ernstfall

Bergwachten rücken ins Höllental aus 

Grainau - In der Luft, im Eis: Einige Bergwacht-Bereitschaften haben ein anstrengendes Wochenende hinter sich. Sie bereiteten sich für mögliche Einsätze vor. 

Regelmäßige Übungen sind für Rettungskräfte ein absolutes Muss. „Es ist sehr wichtig, dass man als Team wirklich gut eingespielt ist und weiß, mit welcher Methode man in der jeweiligen Notfall-Situation am besten vorgeht“, betont Toni Vogg junior von der Grainauer Bergwacht. „Das vereinfacht die Rettung im Ernstfall.“

Um diese Voraussetzungen zu erfüllen, stand das vergangene Wochenende für die Bergwacht-Bereischaften aus Grainau, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim ganz im Zeichen der Ausbildung. Im Höllental kamen die Kameraden zusammen, um zum einen an einer Hubschrauberübung teilzunehmen. Mit einem extra von der Bundespolizei-Fliegerstaffel Süd in Oberschleißheim zur Verfügung gestellten Helikopter testeten die Mitglieder an mehreren Stationen verschiedene Luftrettungstechniken, wie zum Beispiel das Ein- und Aussteigen im Schwebeflug, oder den Doppelwinsch mit einem liegenden Patienten im Luftrettungsbergesack. „Einmal im Jahr sollten Rettungseinsätze mit dem Hubschrauber geübt werden“, sagt Vogg. Denn im „anspruchvollem Gebirge“ sei es besonders wichtig, „dass die Besatzung und die beteiligten Einsatzkräfte der aufeinander eingespielt sind“.

Nach den abenteuerlichen Manövern in der Luft ging es für die Grainauer Bergretter nahtlos mit einer Schulung weiter. Dabei standen vor allem alpinistische Grundlagen auf den Stundenplan. Unter anderem richteten die Männer einen Standplatz zur Sicherung im Fels mit Hilfe verschiedenster Ausrüstung ein und trainierten Verankerungsmöglichkeiten in Schnee und Eis, Methoden zur Spaltenrettung, sowie einen Sturz im Firn.

Das aufgefrischte Wissen konnten die Grainauer nach einer Übernachtung in der Angerhütte am darauf folgenden Tag bei einer praktischen Simulationsübung unter Beweis stellen. Dabei barg das perfekt eingespielte Rettungs-Team einen vermeintlich bewusstlosen Patienten. Nach dem Abstieg, der sogleich als Fahrtraining mit der Gebirgstrage genutzt wurde, ging für die Mitglieder der Bergwacht schließlich ein lehrreiches, anstrengendes, aber auch sehr schönes Wochenende zu Ende.

Magdalena Kratzer

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