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Erinnerungsbild im TV-Studio: Sängerin Kim Fischer lehnt sich an Bernhard Riegers Schulter. Auf den Auslöser drückt Smudo.

Wallgauer Künstler im Scheinwerferlicht

Auf Du und Du mit TV-Promis

Wallgau - Von Smudo fotografiert, mit Kim Fischer posiert. Der Wallgauer Bernhard Rieger versteht, sich ins rechte Licht zu rücken – ob bei „Sag’ die Wahrheit“ oder "Volle Kanne“. 

„Bitte lächeln!“ – und schwupp drückt Hipphopp-Star Smudo (Die fantastischen Vier) auf den Auslöser. Sein Motiv: Wolfgang Rieger (34), an dessen Schulter lehnt sich Moderatorin und Sängerin Kim Fischer. In ihren Händen hält sie das Holzherz des Wallgauers, das bekanntlich um die Welt klopft. Den Künstler mit dem markanten Spitzbart hat es natürlich nicht zufällig nach Baden-Baden ein weiteres Mal ins Fernsehstudio zu echten TV-Stars verschlagen. In der Quizshow „Sag’ die Wahrheit“ mit Moderator Michael Antwerpes sollten die Promis Smudo, Fischer sowie die beiden Schauspieler Ursula Cantieni und Pierre M. Krause erraten, wer unter den drei Kandidaten der wahre Bernhard Rieger, Lüftlmaler aus Wallgau, ist. „Für mich war diese Einladung eine große Ehre“, berichtet Rieger, allerdings verrät er nicht, ob es Smudo und Co. geschafft haben. Dieses Geheimnis wird am Montag, 21. November, um 22 Uhr im Südwestrundfunk (SWR) gelüftet.

Doch der smarte Isartaler ist auch beim ZDF gefragt. Einen weiteren Auftritt hat Rieger am 27. Dezember in der ZDF-Sendung „Volle Kanne“. Unter dem Motto „Alpen Kreativ“ will Autorin Denise Graupner in drei Beiträgen jeweils zwei ausgesuchte Objekte oder Menschen vorstellen. Für die erste Folge „Kunst“ ist sie dabei im Internet auf den telegenen Isartaler gestoßen. Am vergangenen Mittwoch hat sie ihn mit einem Kamerateam in seinem Atelier in Krün besucht. Als fachkundige Moderatorin wollte Ann-Kathrin Otto – selbst Theater- und Bühnenmalerin an der Oper Bonn und Filmausstatterin – von Rieger wissen, wie es gelingt, traditionelle Lüftlmalerei mit alpiner Pop-Art-Kunst zu verbinden. „Meine Motive sind heimatbezogen und werden in Handmalerei und alten Farben gemalt. Die Darstellung wird aber modern interpretiert“, gibt er fachkundig und souverän Auskunft. Als Synonym für unterschiedliche Maltechniken zeigt Rieger dem Kamera-Team in Garmisch-Partenkirchen zwei Beispiele. Zuerst das von ihm am Rheinischen Hof in modernem Rot gefertigte Fassadenbild, das ein Bergsteigerduo einmal alt und einmal modern ausgerüstet als Seilschaft vor dem Alpspitzmassiv verbindet, und danach die als barocke Scheinarchitektur geltende Fassadenkunst aus dem 17. und 18. Jahrhundert an der Ludwigstraße. „Es wird eine sehr interessante Sendung“, zeigt sich Graupner überzeugt.

Schon im April 2015 durfte Lüftlmaler Rieger im Bayerischen Fernsehen bei Sabine Sauer aus dem Nähkästchen plaudern. Doch trotz der vielen Fernsehauftritte bleibt der kreative Kopf bescheiden. „Ich sehe dies eher unter dem Aspekt, mit meinen Möglichkeiten und Ideen für unsere Region werben zu können oder besser gesagt zu dürfen.“

Wolfgang Kunz

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