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Und ab auf den Laufsteg: Gekonnt sind die Barbie-Puppen in ihren historischen Gewändern im Museum in Szene gesetzt, wie Leiterin Karin Teufl (r.) und Leihgeberin Ilona Matzke hier zeigen.

Sammlerin präsentiert besondere Modenschau im Museum Aschenbrenner

Barbie-Ausstellung lässt Mädchenherzen höher schlagen

Barbie-Puppen in historischen Gewändern beherrschen in den kommenden Wochen das Museum Aschenbrenner in Garmisch-Partenkirchen.

Garmisch-Partenkirchen – Ein beleuchteter Laufsteg, auf dem sich langbeinige Damen und Herren in wunderschönen Roben tummeln, beherrscht derzeit den Sonderausstellungsraum im Garmisch-Partenkirchner Museum Aschenbrenner. Hier der Arm etwas höher, dort das Bein etwas nach vorn – willig lassen sich die Models von Museumsleiterin Karin Teufl und Leihgeberin Ilona Matzke in die richtige Position bringen. Kein Wunder, denn die 40 Mitwirkenden kommen aus der Welt der Barbie-Puppen.

Seit über 50 Jahren fasziniert Barbie als meistverkaufte Spiel- und Modepuppe nicht nur kleine Mädchen. Ob elegantes Abendkleid, rockiges Leder-Outfit, Freizeitlook oder sexy Bikini – getragen wird, was gerade in ist. „In unserer ,Barbie.Fashion.Design‘-Sonderausstellung schreiten die Barbies allerdings von professioneller Hand eingekleidet in historischen Gewändern über den Catwalk“, erklärt Teufl.

Der Künstler, der als Ausstatter im Theaterbereich tätig ist und nicht genannt werden möchte, hat für sie farbenfrohe Mittelaltergewänder, weich fallende Renaissance-Garderobe, prachtvolle viktorianische Tournüre-Röcke und vieles andere gefertigt. In den Vitrinen sind außerdem Romeo und Julia als Ballettfiguren, die legendäre Sängerin Maria Callas sowie Königin Elisabeth I. und Maria Stuart präsent.

„Nicht nur die Kleidung, auch die kunstvollen Frisuren und Hüte, Strümpfe und Schuhe und der passende Schmuck zeugen von einem unglaublichen Fachwissen, großem handwerklichen und fachlichen Geschick“, ist Barbiepuppen-Besitzerin Ilona Matzke begeistert. Schon ihre Mutter war eine leidenschaftliche Münchner Puppensammlerin. Ihr Erbe hat die Murnauerin übernommen und inzwischen eine Art Puppen-Museum im Ödön-von-Horváth-Weg eingerichtet, das nach Vereinbarung besichtigt werden kann. Den größten Teil der Sammlung machen dort die 300 Barbies aus. Unter ihnen erste Exemplare aus den 1960er Jahren. „Ruth Handler, die Urmutter der Barbie, stammt aus Bayern, war Mitinhaberin des Mattel-Konzerns“, klärt Matzke auf.

Die Sammlerin besucht regelmäßig die Barbie-Börse, lernte dort auch den Künstler mit den historischen Barbie-Puppen kennen. „Mir war sofort klar, dass das einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden muss, und so habe ich mich ans Museum Aschenbrenner gewandt“, erzählt die 69-Jährige. Dort dachte man zunächst an eine Kabinett-Ausstellung. „Aber inzwischen ist eine sehenswerte Präsentation mit einem Rahmenprogramm entstanden“, äußert sich Museumsleiterin Teufl erfreut.

Bereits ab diesem Wochenende und bis zum 1. Oktober ist „Barbie.Fashion.Design“, die Sonderausstellung, die die Herzen nicht nur kleiner Mädchen garantiert höher schlagen lassen wird, zu sehen. Am Freitag, 25. August, von 10 bis 12.30 Uhr gibt’s ein Ferienprogramm unter dem Thema: „Barbie –Model“ und am 29. September, von 14 bis 17 Uhr einen Fachvortrag zur Kostümgeschichte.

Margot Schäfer

Informationen

Bereits ab diesem Wochenende und bis 1. Oktober ist „Barbie.Fashion.Design“, die Sonderausstellung, die die Herzen nicht nur kleiner Mädchen garantiert höher schlagen lassen wird, zu sehen. Am Freitag, 25. August, von 10 bis 12.30 Uhr gibt’s ein Ferienprogramm unter dem Thema: „Barbie –Model“ und am 29. September, von 14 bis 17 Uhr einen Fachvortrag zur Kostümgeschichte.
Geöffnet ist das Museum Aschenbrenner an der Loisachstraße 44 in Garmisch-Partenkirchen von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 11 bis 17 Uhr. Informationen gibt es auch unter www.museum-aschenbrenner.de.

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