Führungsposten zum Fünfzigsten

Best of the Alps: Peter Nagel wird zum Präsidenten gewählt

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Garmisch-Partenkirchen - Einstimmiges Votum für Peter Nagel: Der Tourismusdirektor von Garmisch-Partenkirchen bekleidet nun das Amt des Präsidenten von Best of the Alps. Sein Ziel: Der Zusammenschluss der zwölf Destinationen muss sich weiterentwickeln. 

Die beiden schätzen sich und die Arbeit des anderen. Das kommt nicht von ungefähr. Peter Nagel, Tourismusdirektor von Garmisch-Partenkirchen, und Sammy Salm, Geschäftsführer von „Best of the Alps“ (BOTA), kennen sich lange und tauschen sich oft aus. Künftig wird sich ihr Kontakt noch verstärken. Denn nach vier Jahren als Vorstandsmitglied wurde der Werdenfelser bei der BOTA-Versammlung in Lech-Zürs am Arlberg nun zum neuen Präsidenten des Zusammenschlusses von zwölf Alpentourismusorten in Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz gewählt.

Das Votum fiel einstimmig, was Nagel ganz besonders freut und Salm in seiner Meinung bestätigt. „Er eignet sich perfekt für das Amt“, sagt der Geschäftsführer aus der Schweiz. „Er ist ein guter Zuhörer, nicht aufbrausend, kein Dampfplauderer und war schon auf allen Märkten unterwegs.“ Kurzum: zielgerichtet, konstruktiv, geschätzt. Und der Erste aus der Marktgemeinde, die seit der Gründung vor 27 Jahren der Kooperation angehört, der es ins Präsidium geschafft hat. „Das war mein Geschenk zum 50. Geburtstag“, scherzt der Tourismusdirektor, der seinen Posten durchaus als Herausforderung erachtet. Schließlich ist er Neuland, selbst für einen Experten wie Nagel.

Neues Präsidium, neue Spielregeln

Seine Bereitschaft, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen, koppelte er an eine Voraussetzung: Die Organisation muss sich weiterentwickeln. Neues Präsidium, neue Spielregeln. „Wir wollen die operativen Ebenen zusammenführen“, sagt Nagel. Damit meint er, statt den „Alpha-Tieren“ die Marketing-, Sales-, und PR-Mitarbeiter mehr an einen Tisch zu bringen. Außerdem planen die Verantwortlichen von BOTA Kooperationen und Events zu verstärken. Auch deshalb sei Salm zufolge Nagel der richtige Mann. Damit kennt er sich aus, weil gerade Großveranstaltungen das „Best of von Garmisch-Partenkirchen“ seien. Damit noch nicht genug. Die Vorhaben-Liste enthält viele Punkte. Darunter will das BOTA-Team die Märkte beackern, Industriekooperationen schließen, die Homepage mit weiteren Geschichten aus den zwölf Orten Megève, Chamonix, Zermatt, Grindelwald, St. Moritz, Davos Klosters, Lech Zürs und St. Anton am Arlberg, Seefeld, Cortina d’Ampezzo, Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen füllen sowie zwei Produkte kreieren.

Gute Erfahrungen aus der Vergangenheit

Natürlich hofft Nagel, dass sein Heimatort von alledem profitiert. So wie die Kommune es ohnehin von der Zusammenarbeit mit BOTA tut. „Das ist eine zusätzliche Vermarktung, mit der wir Geschäft generieren können.“ Die Vergangenheit hat den Stellenwert gezeigt. „Wir haben ein unglaubliches Netzwerk, Kontakte, die wir sonst nicht hätten, und darüberhinaus so manch’ eine Übernachtung“, betont der Tourismuschef. Auch den Golf-Cup mit Award „hätten wir alleine nicht im Kreuz“. Und all das ist Garmisch-Partenkirchen mehr oder weniger in den Schoß gefallen, weil der Ort hinter der Premium-Marke „Best of the Alps“ steht. An den Vorzügen lässt er also keinen Zweifel: „Die Orte schaukeln sich in ein höheres Niveau.“

Doch trotz der großen Pläne wird Nagel, der im Vorfeld Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) und den Tourismusausschuss über seine Nominierung informiert hat, seine „normale“ Arbeit nicht vernachlässigen. Zeitmanagement – das A und O. „Das hält sich aber alles in einem verträglichen Rahmen“, sagt der Neugewählte. Zudem ist sein Amt auf zwei Jahre beschränkt, dann rückt automatisch der Vize, aktuell Hermann Fercher aus Lech-Zürs am Arlberg, nach. Eine erste Struktur-Änderung. So kommt in regelmäßigen Abständen jeder an die Reihe – und frischer Wind in die Tourismuskooperation. Diesem Druck muss sich Nagel nun stellen. 

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