Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

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Die Karwendelbahn ist ein weiteres Mal ein Fall fürs Arbeitsgericht.

Juristisches Hickhack bei Karwendelbahn

Belegschaft muss sich vor Gericht erklären

Mittenwald - In einer Stellungnahme haben acht Mitarbeiter der Karwendelbahn den geschassten Betriebsleiter scharf angegriffen. Nun holt dessen Anwalt zum Gegenschlag aus.

Schon beim jüngsten Termin vor dem Arbeitsgericht in Garmisch-Partenkirchen hatte Christian Langhorst keinen Zweifel am weiteren Vorgehen gelassen. „Sie glauben doch nicht im Ernst, dass wir das so stehen lassen“, giftete der Jurist im Namen seines Mandanten Hans G. im Gerichtssaal zu seinem Kontrahenten Wolfgang W. R. hinüber, dem Quasi-Wortführer der Konsortium AG, die Hauptaktionärin der Mittenwalder Karwendelbahn AG ist.

Damit spielte Langhorst auf eine Stellungnahme an, die Ende September unter anderem als Newsletter an die Isartaler Vermieter die Runde machte – unterschrieben von acht Mitarbeitern. In diesem Schreiben sieht dieser Teil der Belegschaft die Kündigung von Betriebsleiter Hans G. und von Betriebsrat Stefan S. offenbar als gerechtfertigt an. Im Falle des geschassten Technikchefs, der vor Gericht um seine Reputation kämpft, gehen die ehemaligen Kollegen sogar noch weiter, viel weiter.

In der entscheidenden Passage heißt es wörtlich: „Viele Mitarbeiter wurden von Herrn G. systematisch gemobbt und beleidigt.“ Für Anwalt Langhorst ist – mal abgesehen von der menschlichen Komponente – die gesetzmäßige Grenze klar überschritten. „Das geht gar nicht.“ Deshalb hat er beim Arbeitsgericht einen „Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gerichtet auf Unterlassen“ gestellt, wie es im Juristendeutsch heißt.

Mit anderen Worten: Es soll so schnell wie möglich erwirkt werden, dass solche Behauptungen über seinen Mandanten unter Strafandrohung nicht mehr geäußert werden dürfen. Diese Unterlassungsklage wird am 17. November (15 Uhr Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen) verhandelt. Vorher geht es offenbar nicht, weil die acht angesprochenen Mitarbeiter bis zur Revision (Anfang November) für den täglichen Fahrbetrieb unabkömmlich sein sollen.

Doch dann könnte es auch für diesen Teil des Karwendelbahn-Personals ernst werden. Eine entsprechende Vorladung steht zumindest wegen dieses einen folgenschweren Satzes im Raum.

Damit greift das juristische Hickhack immer weiter um sich – bislang gaben sich bei Justitia Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie leitendes Personal regelrecht die Türklinke in die Hand.

Christof Schnürer

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