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Die Immobilien-Standorte: Die rot-markierten Flächen stellen die drei Häuser dar.

3 Häuser, 22 Mietwohnungen - dank Fördertopf des Freitsaats

Bezahlbarer Wohnraum in Oberau: Gemeinde zahlt „keine müde Mark“

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3 neue Immobilien, 22 Miet-Wohnungen: Die Gemeinde Oberau zapft einen Fördertopf des Freistaates an und schafft bezahlbaren Wohnraum für junge Familien und Senioren.

Oberau – Er lehnt sich in den Stuhl, nippt am Kaffee, da erschallt bayerische Musik aus der Jackentasche. Sein Handy klingelt. Peter Imminger (CSU) hebt ab, bespricht etwas, legt wieder auf. Ein paar Minuten später marschiert der Geschäftsleitende Beamte im Rathaus, Robert Zankel, mit Unterlagen ins Büro – Zeit für die Bürgermeister-Unterschriften-Aktion. Da bimmelt’s auch schon wieder im Jackett des Bürgermeisters. Er hat viel zu tun, viele Groß-Projekte am Hals. Jetzt nimmt ein weiteres Vorhaben Konturen an. Der Gemeinderat hat die ersten Schritte für den Neubau von drei Mehrfamilienhäusern einvernehmlich eingeleitet.

Bezahlbarer Wohnraum für Familien und Senioren - dank Zuschüsse des Freistaats 

Die Gemeinde beabsichtigt, im Rahmen des so genannten Kommunalen Wohnraumförderungsprogramms zwei Acht-Familienhäuser – eins an der Unterfeld- und eins an der Herbergstraße – sowie ein Sechs-Familienhaus an der Loisachauenstraße zu errichten. Der große Vorteil: Der Freistaat gewährt hohe Zuschüsse. „Die Finanzierung ist gesichert“, sagt Imminger auf Tagblatt-Nachfrage. Die Wohnungen tragen sich durch die Förderungen und Mieteinnahmen. Das Projekt „kostet uns keine müde Mark“. Eine solche Chance lässt sich der dienstälteste Bürgermeister im Landkreis nicht durch die Lappen gehen.

Nachdem der Bauausschuss seine Vorstellungen bereits festgezurrt hat, erläuterte Zankel nun die Rahmenbedingungen für die Vorplanung den Volksvertretern. 22 Wohneinheiten zum Mieten sollen entstehen, Aufzug und barrierefreie Zugänge im Gebäude inklusive. Die Unterkünfte sind vor allem für junge Familien und Senioren gedacht, die alles andere als Wucher-Preise bezahlen müssen. Imminger machte das Rechenbeispiel: Bei 7 Euro pro Quadratmeter fallen für 60 Quadratmeter 420 Euro kalt an.

1,5 Millionen pro Haus - ein Thema, das derzeit noch keines ist

Wie teuer der Bau der einzelnen Immobilien ausfallen wird, steht bislang noch nicht fest. Die Kostenermittlung unterliegt dem Bauunternehmen Kuba, das mit der Vorplanung beauftragt wurde. Imminger kalkuliert grob mit 1,5 Millionen Euro pro Haus. Ein Thema, das aber derzeit noch kein Thema ist. Erst kommt die allgemeine Planung noch einmal in den Gemeinderat. Wenn keine Änderungswünsche auftreten, geht’s ins nächste Gremium, den Finanzausschuss.

Phase eins verlief jedenfalls positiv – ohne auch nur einen Einwand zu kassieren. Die Gemeinderäte erkannten die Vorteile und die Notwendigkeit. „Der Wohnungsdruck ist enorm“, untermauerte der Rathauschef. Das kann Günter Meck (CSU) nur bestätigen. Bei dem Seniorenbeauftragten trudeln schon jetzt Anfragen von älteren Interessenten ein. Doch ein bisschen Geduld müssen die Wohnungs-Anwärter noch aufbringen, ehe sie sich bewerben können. Die Bauarbeiten starten im kommenden Jahr, schätzt Imminger – vorausgesetzt es „kommt nichts Größeres dazwischen“.

Wohnraum-Aufteilung:

Unterfeldstraße:zwei Einzimmerwohnungen, eine Zweizimmerwohnung, fünf Drei Zimmerwohnungen (dreigeschossig mit Kellergeschoss).

Heubergstraße: zwei Zweizimmer-, vier Dreizimmer- und zwei Vierzimmerwohnungen (zweigeschossig, ohne Kellergeschoss – hoher Grundwasserstand).

Loisachauenstraße: vier Zweizimmer- und zwei Dreizimmerwohnungen (dreigeschossig, Keller).

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