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Am Rande des Murnauer Mooses soll das Besucherzentrum entstehen.

Nach zähem Ringen: Entscheidung im Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

Biologische Station am Murnauer Moos: Baubeginn Mitte Juli

Seit Jahren wird über Pläne für ein Besucherzentrum im Murnauer Moos geredet. Nun soll der Bau in der Nähe der Ramsach-Kirche bei Murnau beginnen. Dieser wird wieder etwas teurer.

Murnau – Es ist ein Projekt, das die Kreisgremien immer und immer wieder beschäftigt hat. Zuletzt im Februar dieses Jahres: Damals war klar, dass die Pläne für die biologische Station im Murnauer Moos abgespeckt werden sollen. Zuvor hatte sich gezeigt, dass die Kostensteigerung zu hoch ist. Der Anteil des Landkreises sollte nicht mehr als 110 000 Euro betragen. Nun war in der Sitzung des Umwelt- und Landwirtschaftsausschusses vom Kreistag klar, dass diese Zahl nicht ganz gehalten werden kann. Aber es gab auch eine gute Nachricht: Das Projekt wird endlich gestartet.

Wie Landratsamtsmitarbeiter Heiko Liebel ausführte, soll der Bau des Besucherzentrums „Mitte Juli“ beginnen. In den vergangenen Monaten habe die Ausschreibung von insgesamt 17 Gewerken die Verwaltung beschäftigt. „Aber da sind wir gut vorangekommen.“ Auch wenn für manche Gewerke mehrere Ausschreibungen nötig waren. Für zwei sehr kleine Maßnahmenbereiche – etwa den Estrich – lagen zum Zeitpunkt der Sitzung noch keine Angebote vor.

Mit Blick auf die Kosten hieß es von Liebel, dass für den Hochbau 475 000 Euro investiert werden müssen. Die Zuschüsse würden sich auf maximal 300 000 Euro belaufen. Bleiben aktuell 175 000 Euro, die der Landkreis beisteuern muss.

Auch auf rechtlicher Ebene hat sich etwas getan: „Zwischen der Marktgemeinde Murnau und dem Landkreis wurde ein Grundstücksmietvertrag geschlossen“, hieß es von Seiten der Verwaltung. Demnach kann der Kreis das Grundstück am Wanderparkplatz Ödanger mindestens bis zum 1. Januar 2043 nutzen. „Außerdem wurden Vereinbarungen über den Bau der Biologischen Station mit öffentlicher Toilettenanlagen getroffen.“ Darin sei auch die Unterhalt- sowie Instandhaltungspflichten festgeschrieben worden.

Angesichts der Entwicklung zeigte sich Landrat Anton Speer (Freie Wähler) zufrieden. Auch wenn es schwer sei, Firmen für das Projekt zu bekommen. Er versprach den Lokalpolitikern, sie in den nächsten Monaten weiter auf dem Laufenden zu halten.

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