Landesausstellung 2018

Ettal schafft Platz für Busse

Ettal - Hunderttausende Besucher werden 2018 in Ettal zur Landesausstellung erwartet. Für einen neuen, großen Parkplatz plant die  Gemeinde  die Änderung des Flächennutzungsplanes.

Ettal – Ein großes Jahr steht in Bayern bevor: 2018 kann der Freistaat auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken, und gar zum 200. Mal jährt sich die Verfassung des Königreichs Bayern. Grund zum Feiern gibt es in zwei Jahren auch im Landkreis, und speziell in Ettal, wo im Frühjahr/Sommer 2018 sechs Monate lang die Bayerische Landesausstellung unter dem Thema „Mythos Wald“ stattfindet. Experten schätzen, dass zwischen 150 000 und 200 000 Besucher, vielleicht noch mehr, nach Ettal kommen werden. Um hier gerüstet zu sein, behandelte der Gemeinderat des Klosterdorfes am Montagabend einen Vorentwurf zur 4. Änderung des Flächennutzungsplanes, dem einstimmig stattgegeben wurde. Hintergrund sind Pläne des Klosters, einmal die bestehenden Pkw-Stellplätze auf der rückwärtigen Hoffläche des Hotels Ludwig der Bayer zu sanieren und zum zweiten sieben neue Parkplätze für Reisebusse zu schaffen. Die Planvorlage dafür erstellte der frühere Kreisbaumeister Bernd Feldpausch, den Bürgermeister Josef Pössinger als „unser Chefplaner“ vorstellte. Im Zuge einer frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden haben nun Bürger beziehungsweise die Träger öffentlicher Belange Gelegenheit, sich zu dem Vorhaben zu äußern. Rathauschef Pössinger glaubt nicht, „dass hier groß was kommen wird“, da die Größe der baulichen Maßnahme überschaubar sei. Allerdings werde man wohl mit einer Auflage des Naturschutzes zu rechnen haben, diese Meinung vertrat auch Bernd Feldpausch. Da dort eine Fläche neu versiegelt werde – als Deckschicht ist an Schotter gedacht – werde die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt wohl eine Ausgleichsfläche fordern, die dann das Kloster als Bauherr bereitstellen müsse. In einer früheren Behandlung des Vorhabens im Herbst vergangenen Jahres im Gemeinderat hatte Pater Johannes Bauer, Cellerar des Klosters, den Standort des neuen Busparkplatzes als „ideal“ hervorgehoben: Das Areal liege sehr zentral und sei von der Bundesstraße aus, die durch den Ort führt, nicht zu sehen. Im Hinblick auf den zu erwartenden Besucherandrang bei der Landesausstellung sieht sich der Klostervertreter gerüstet. Es gebe Busparkplätze noch auf der Parkfläche gegenüber des Schulsportplatzes, außerdem seien Kapazitäten an der Kloster-Landwirtschaft sowie beim Zieglerhof vorhanden. Die Kosten für die künftigen Bus-Stellplätze sowie für die Sanierung der bestehenden Pkw-Parkplätze hinter dem Hotel werden von Bürgermeister Josef Pössinger auf 200 000 bis 300 000 Euro geschätzt. Demgegenüber hielten sich die Ausgaben für die zeichnerische Darstellung der Änderung des Flächennutzungsplanes im Rahmen. Hier habe „Chefplaner“ Feldpausch moderate Sätze.

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