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Das Organisationskomitee rüstet sich für das publikumsträchtige Historien-Spektakel 2017. Mittlerweile können (v. l.) Gemeindechef Adolf Hornsteiner, Bürgermeister-Sekretärin Hanna Veit, Amtsleiter Hermann Baier, CSU-Gemeinderätin Regina Hornsteiner, Michael Liebl (Vorsitzender Touristikverein), Jürgen Wiesneth und Judith Fidler (beide Alpenwelt Karwendel) vor dem Rathaus voller Stolz die neue Broschüre zum Jahreshöhepunkt präsentieren.

Vorfreude auf die fünfte Jahreszeit

Bozner Markt: Mittenwald setzt auf Altbewährtes

Mittenwald - Im August 2017 beginnt in Mittenwald die fünfte Jahreszeit. Die Vorfreude auf die achte Auflage des Bozner Markts ist riesig.

Der Mittenwalder Bürgermeister seinen Humor nicht. Auf die Frage, welches Kostüm er beim Bozner Markt 2017 anzieht, meint Adolf Hornsteiner süffisant: „Vielleicht zieh’ ich mir ein Büßergewand an, oder ich gehe als Totengräber.“ Damit spielt der Rathauschef natürlich auf den Dauerknatsch mit der Karwendelbahn und die baldige Schließung des Karwendelbads an. Einige im Ort lasten ihm dabei – meist hinter vorgehaltener Hand – eine Mitschuld an.

Umso schöner für ihn, wenn er auf die angenehmen Dinge in der Gemeinde zu sprechen kommen darf. Beispielsweise am Mittwochabend, als er in der Geschäftsstelle der Alpenwelt Karwendel gemeinsam mit Hanna Veit, Hermann Baier (beide Marktverwaltung), Gemeinderätin Regina Hornsteiner, Michael Liebl (Vorsitzender Touristikverein) sowie Jürgen Wiesneth und Judith Fidler (beide Alpenwelt Karwendel) vom Organisationsteam erste Eckdaten zum Bozner Markt 2017 bekanntgab. Was Hornsteiner bei diesem Pressetermin am meisten gefreut hat: „Alle ziehen in die gleiche Richtung.“ Was man bekanntlich nicht bei allen Projekten unterm Karwendel behaupten kann.

Bei der achten Auflage des Historien-Spektakels, das an die Eröffnung des Bozner Markts anno 1487 erinnert und Mittenwalds Ruf als blühender Handelsplatz begründete, setzt das OK-Team in vielerlei Hinsicht auf Altbewährtes. Daher rechnet der Bürgermeister auch bei den Kosten mit weit weniger Mitteln. Denn im Gegensatz zum Bozner Markt 2012 müssen diesmal keine größeren Investitionen wie seinerzeit für das Eingangstor an der Hochstraße oder neue Gewänder getätigt werden.

Bis es am 4. August 2017 um 21 Uhr mit dem Eröffnungsspiel auf der Hochstraßen-Bühne losgeht und in Mittenwald für acht Tage (5. bis 13. August) die fünfte Jahreszeit anbricht, soll noch ordentlich die Werbetrommel gerührt werden. Inzwischen ist die entsprechende Internetseite boznermarkt.de in fünf Sprachen online gegangen. Besonders erfreulich ist für Jürgen Wiesneth, zuständig bei der Alpenwelt Karwendel für Marketing und Veranstaltungen, dass mit der Brauerei Mittenwald wieder ein hiesiges Unternehmen als Hauptsponsor gefunden werden konnte. Ab sofort liegt auch die erste Bozner-Markt-Broschüre aus, die finale Ausgabe soll im Mai 2017 erscheinen. Die Wochenzeichen zum Preis von 20 Euro für das Markttreiben sind ab November in den drei Isartaler Tourist-Informationen erhältlich.

Einer findet sich übrigens nicht mehr im OK: Stephan Pfeffer, langjähriger Künstlerischer Leiter und kreativer Kopf, will sich diesmal auf seinen eigenen Stand konzentrieren. Im Grunde müsse ja auch nichts Neues geschaffen werden, verdeutlicht Amtsleiter Hermann Baier. „Aber der Stephan steht uns immer mit Rat und Tat zur Seite.“ Einer soll allerdings laut Hanna Veit bereits abgewunken haben: der bekannte Schauspieler Hermann Giefer (69), der bereits 2012 nicht mehr aktiv mitgewirkt hatte.

Dafür wird dessen ehemaliger Kundschelamant-Kollege Georg Sailer das von seinem Sohn geschriebene Theaterstück „Wein, Pest und Hexenjagd“ am Eröffnungstag inszenieren. „Da arbeitet man gerade familien-intern am Feinschliff“, berichtet Veit.

Ansonsten bleibt, wie gesagt, das meiste beim Alten, Bewährten. Auch die Größenordnung von 2012 – Obermarkt und Hochstraße – wird laut Baier beibehalten. Der Bürgermeister rechnet mit rund 100 000 Besuchern in den acht Markttagen – vorausgesetzt das Wetter ist so prächtig wie vor fünf Jahren.

Christof Schnürer

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