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Lichterzauber auf dem Karwendel: Vor zwei Jahren entzündeten Walter Reiser und seine Mittenwalder Bergwacht-Kameraden anlässlich der Primiz von Alois Emslander auf dem Karwendel ein Bergfeuer. Darauf müssen Einheimische und Gäste zur Eröffnung des Bozner Markts verzichten.

Auf dem Karwendel bleibt’s diesmal dunkel - aus Kostengründen

Bozner Markt: Organisatoren verzichten zur Eröffnung auf Bergfeuer

Alle fiebern auf den Bozner Markt hin. In Mittenwald ist er DAS Ereignis. Doch bei der Eröffnung des Historienspektakels am Freitag, 4. August, wird eines fehlen: das Bergfeuer. Es ist zu teuer. 

Mittenwald – Stehen besondere Anlässe in Mittenwald auf dem Programm, leuchtet’s vom Karwendel herunter. Was zuletzt im Juli 2015 anlässlich der Primiz von Alois Emslander Einheimische und Gäste gleichermaßen faszinierte, wird es heute Abend zur Eröffnung des Bozner Markts (5. bis 13 August) nicht geben: Bergfeuer.

„Wir verzichten darauf“, bestätigt Bürgermeister Adolf Hornsteiner und spielt damit auf einen einstimmigen Beschluss des Organisationskomitees an. Hintergrund dieser Entscheidung sind nicht zuletzt finanzielle Gründe. Das Entzünden der Bergfeuer hätte alles in allem etwa 6000 Euro gekostet. Ein gutes Drittel davon machen das Material und der Transport mit der Karwendelbahn aus. Letztere hat im Vergleich zum Bozner Markt 2012 offenbar den Tarif spürbar erhöht.

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Ungünstige Wetterprognose ein weiterer Grund

Und diesen Preissprung wollte das OK des Historienspektakels anscheinend nicht mitmachen. „Wir haben es zur Kenntnis genommen“, gibt sich der Bürgermeister bedeckt. Was angesichts des Dauerstreits zwischen den Hauptaktionären der Bahn (Konsortium AG) aus Heidenheim und der Marktgemeinde nicht weiter verwundert. Auf der anderen Seite blieb der Vorstand des Unternehmens eine Antwort auf eine entsprechende Tagblatt-Anfrage einmal mehr schuldig.

Für die Absage des Bergfeuers gibt es laut Bürgermeister aber noch zwei weitere Gründe. Zum einen seien die Wetterprognosen zuletzt nicht günstig gewesen, bemerkt Hornsteiner, zum anderen spielt das Thema Feuer auch beim heutigen Eröffnungsstück eine dramaturgisch wichtige Rolle. Das einheilige Votum gegen die Illumination am Karwendel soll „in Abwägung aller drei Punkte“ getroffen worden sein. 

Christof Schnürer

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