Brand in Einfamilienhaus

Mindestens 100.000 Euro Schaden

Bad Kohlgrub - Im Grunde hat nur ein Raum in dem Einfamilienhaus in Bad Kohlgrub gebrannt. Doch das hat gereicht, um enormen Sachschaden zu verursachen. 

Die Fußböden über dem brennenden Raum haben schon gequalmt. „Wir sind gerade noch rechtzeitig gekommen“, sagt Josef Mangold senior. Hätte das Feuer auf ein anderes Zimmer oder Stockwerk in dem überwiegend aus Holz gebauten Haus übergegriffen, „es wäre sofort ein Komplettbrand gewesen“. Da ist sich der erfahrene Feuerwehrmann aus Bad Kohlgrub – lange engagierte er sich als Kommandant – sicher. Doch auch so hat das Feuer, das gestern in einem Wohnhaus im Kirchfeld ausgebrochen ist, einen enormen Schaden angerichtet: Die Polizei schätzt ihn auf „mindestens 100 000 Euro“.

Der Hauseigentümer selbst hatte den Rauch bemerkt und gegen 13.10 Uhr über Nachbarn die Rettungskräfte verständigen lassen. Wegen einer möglichen Rauchgasvergiftung wurde er vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Mangold zufolge kam dessen Ehefrau mit dem Schrecken davon. Nachbarn haben sie in der Zwischenzeit aufgenommen. „Das Haus ist wohl länger unbewohnbar.“

Offenbar war das Feuer im hinteren Teil im Heizungsraum ausgebrochen, der nur von außen zugänglich ist. „Eine extreme Rauchentwicklung“ fanden die Feuerwehrmänner laut Mangold vor. Nur mit schwerem Atemschutzgerät war es ihnen möglich, den Raum zu betreten und das Feuer zu bekämpfen. Nach etwa zwei Stunden hatten sie die Situation vollständig unter Kontrolle. Der Rauch breitete sich im ganzen Gebäude aus. Das Hauptproblem aber, das Mangold ausgemacht hat: Strom und Wasser sind abgestellt; die Leitungen sind in Mitleidenschaft gezogen. „Die ganze Versorgung fürs Haus ging von diesem Raum aus.“

Zur Brandursache konnten sich weder Polizei noch Feuerwehr äußern. „Für uns war nicht erkennbar, was da passiert ist“, sagte Mangold. Die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen hat die Ermittlungen übernommen. (kat)

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