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Mit schwerem Atemschutz drangen die Feuerwehren in die Wohnung vor.

Großeinsatz

Brand in Oberau: Bewohnerin wollte Katzen retten

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Oberau - Eine verletzte Person und hoher Sachschaden: Das ist die erste Bilanz eines Brandes in einem Wohnhaus in Oberau. Die Rettungskräfte sind zur Stunde noch im Einsatz.

Als die ersten Einsatzkräfte zur Ludwig-Thoma-Straße in Oberau eilen, ist der Brand schon von weitem zu sehen. Aus dem Dach des Mehrfamilienhauses schlagen meterhoch die Flammen, dicker, schwarzer Rauch quillt aus der Wohnung im zweiten Obergeschoss. Auch die Besatzung des ADAC-Rettungshubschraubers Christoph Murnau, die gerade zur Station fliegt, sieht die Rauchsäule und landet in der Ortsmitte – es beginnt ein anspruchsvoller Einsatz. Am Ende können die Retter aber nicht verhindern, dass die Wohnung ausbrennt.

Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Oberau und Partenkirchen rüsten sich mit schwerem Atemschutz aus. Sie dringen in die Wohnung vor, um die lodernden Flammen zu ersticken. „Innenangriff“, schildert der Oberauer Kommandant und Einsatzleiter Florian Schindlbeck. Von außen rücken die Männer dem Feuer von der Drehleiter aus zu Leibe. Nach knapp einer halben Stunde haben sie den Kampf gewonnen. Die Nachlöscharbeiten dauern aber noch Stunden an.

Die 37-jährige Bewohnerin hat bei dem Versuch, ihre drei Katzen zu retten, eine Rauchgasvergiftung erlitten. Ein Tier hat sie noch auf dem Arm, als sie das Haus verlässt. Um die Oberauerin kümmern sich ein Notarzt und Sanitäter; sie bringen die Frau ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen. „Den Katzen konnten wir leider nicht mehr helfen“, berichtet Schindlbeck. Glücklicherweise sind die Bewohner der weiteren vier Wohnungen nicht zu Hause, als das Feuer ausbricht.

Schon während der Löscharbeiten wird das ganze Ausmaß der Zerstörung sichtbar. „Die Dachgeschoss-Wohnung ist völlig ausgebrannt“, berichtet Pressesprecher Jürgen Thalmeier vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd. „Die Räume sind wohl nicht mehr zu bewohnen“, schildert auch der Feuerwehr-Einsatzleiter. Wenigstens blieben die anderen Wohnungen im Haus verschont. Bei einer ersten Schätzung spricht Thalmeier von einem Sachschaden von „mindestens 100 000 Euro“. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen. Noch liegt die Brandursache völlig im Dunkeln. Im Einsatz sind neben rund 75 Feuerwehr-Männer mit elf Fahrzeugen sowie BRK-Einsatzleiter Andreas Geuther zufolge drei Rettungswagen, ein Notarzt und die BRK-Schnelleinsatzgruppe Oberau.

Brand in Oberau: Bilder

Die Helfer bekommen noch einmal einen gehörigen Schrecken: Bei den Aufräumarbeiten werden zwei Männer der Partenkirchner Wehr am Kopf verletzt, als sich offenbar eine Schlauchkupplung löst. Die beiden müssen zur Unterstuchung in die Klinik. Kommandant Klaus Straub hofft, dass seine Kameraden schnell zurückkehren und „ihnen nichts Schlimmeres passiert ist“.

Matthias Holzapfel

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