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Im Einsatz: Auch bei Unfällen, wie bei diesem Ende Oktober an der Anschlussstelle der A 95, sind die Dienste der Feuerwehr Groß- und Kleinweil gefragt.

Brandschutz auf der Glentleiten

Update für Feuerwehrkonzept

Großweil - Das Brandschutz-Konzept des Freilichtmuseums Glentleiten ist in die Jahre gekommen. Nun wird es modernisiert. Zum Einsatz kommen künftig zwei Quads.

Das Freilichtmuseum Glentleiten bekommt ein neues Feuerwehrkonzept. „Wir müssen das mal aktualisieren“, sagt dazu Direktorin Dr. Monika Kania-Schütz. Der Bezirk als Träger der Einrichtung setzt auf eine innovative Strategie, die mit Quads arbeitet.

„Es haben im Laufe des Jahres mehrere Treffen auf Verwaltungsebene und auf politischer Ebene auf der Glentleiten stattgefunden“, teilt Susanne Büllesbach mit, persönliche Referentin des Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer (CSU) und Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bezirks. Eingebunden waren Mederer, Landrat Anton Speer (Freie Wähler) und auch die beiden Kreisbrandräte von Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen.

Laut Büllesbach gibt es nach wie vor eine Betriebsfeuerwehr auf der Glentleiten, die allerdings neu aufgestellt werde. Mit den Quads, könne man auf dem Gelände gut den abwehrenden Brandschutz erledigen, bis die Fachleute kämen, erklärt Kania-Schütz. Die Fahrzeuge erhalten eine entsprechende Ausstattung mit mobilen Löschsystemen, Defibrillator, et cetera. Der Bezirk rechnet damit, dass die Quads „eine höhere fünfstellige Summe“ kosten werden.

Zuständig für die Glentleiten ist und bleibt die Freiwillige Feuerwehr Groß- und Kleinweil. Sie verfügt über eine bessere technische und personelle Ausstattung als die Kollegen im Museum. Die Zehn-Minuten-Hilfsfrist kann sie aber laut Kania-Schütz nicht einhalten. In dem neuen Konzept ist zum Beispiel festgehalten, welche Ausstattung die Quads genau haben und welche Verfügbarkeit die Betriebsfeuerwehr haben muss. Dieser gehören alle Mitarbeiter an, wie Kania-Schütz erläutert. Das Personal habe „Grundlagen in erster Hilfe“. Eine Ausbildung wie ein normaler Feuerwehrman durchläuft das Museums-Team nicht. Das bisherige, veraltete Tanklöschfahrzeug wird übrigens ausgemustert.

Jakob Waas, Kommandant der Großweiler Wehr, betont, dass sich das Konzept „in keinster Weise negativ auf uns“ auswirke. Die Zusammenarbeit mit dem Museum sei „sehr gut. Das funktioniert hervorragend.“ Die Wehr ist vor allem dann gefragt, wenn auf der Glentleiten Großveranstaltungen anstehen. Dann übernimmt sie die Sicherheitswache.

Weil sich die Anforderungen ständig veränderten und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, durchleuchtet der Bezirk laut Büllesbach seit einiger Zeit alle seine Einrichtungen sowie die Bezirksverwaltung in München. „Dazu kamen dann auf der Glentleiten auch Überlegungen wegen des Neubaus“ des Eingangsgebäudes. Nicht nur die Betriebsfeuerwehr wird neu aufgestellt. Es wurde auch das Hydrantennetz erweitert, der Löschwasserteich saniert und die Sicherheitsbeleuchtung im Gelände wird überarbeitet. Zudem hat der Bezirk gemeinsam mit einem Brandschutzexperten einen zweiten Rettungsweg in den Exponaten hergestellt.

Roland Lory

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