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Aufmerksame Beobachter werden Polizeibeamte bei SCR-Spiel gegen Rosenheim sein.

SCR gegen Starbulls Rosenheim

Brisantes Derby: Polizei zeigt starke Präsenz

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Garmisch-Partenkirchen - Es ist ein Spiel, das Zündstoff birgt: Die Pre-Playoff-Partie des SC Riessersee  gegen Rosenheim. Die örtliche Polizei hat ihr Personal verstärkt und SCR-Manager Ralph Bader verpflichtet, für einen Sicherheitsdienst zu sorgen.

Die Polizei Garmisch-Partenkirchen kennt sich mit sportlichen Großveranstaltungen aus. Zuletzt sorgten die Beamten dafür, dass das Neujahrsskispringen, das ganz im Zeichen der Anschlagsdrohung von München stand, und die drei Rennen des alpinen Ski-Weltcups problemlos über die die Bühne gingen. In eine ähnliche Kategorie ordnet Polizeichef Thomas Kirchleitner die zweite Eishockey-Pre-Playoff-Partie des SC Riessersee in der DEL2 gegen die Starbulls Rosenheim am Sonntag, 6. März, (17 Uhr, Olympia-Eisstadion) ein. „Wir haben unserer Personal für dieses Spiel erhöht“, sagt Kirchleitner. Mit wieviel Mann er vor Ort sein wird, will er nicht sagen. Nur soviel: Mit eigenen Leuten, Kollegen aus umliegenden Inspektionen und der Bundespolizei soll Präsenz gezeigt werden. SCR-Geschäftsführer Ralph Bader, den Kirchkleitner als „sehr kooperativ“ beschreibt, wurde im Laufe einer Sitzung am Mittwoch im Garmisch-Partenkirchner Rathaus, an dem neben Kirchleitner, Mitarbeiter des Ordnungsamts und Zweiter Bürgermeister Wolfgang Bauer teilnahmen, klar gemacht, dass es einen Sicherheitsdienst zwingend braucht, der Einlasskontrollen vornimmt. „Die werden strikt und penibel sein“, erklärt der Polizei-Direktor, der am Sonntag den Einsatz leitet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Pyrotechnik, die keinesfalls im Stadion abgebrannt werden dürfe, „weil wir dort viel Holz haben“.

Mit Spielen, zu denen zahlreiche Zuschauer erwartet werden – Bader rechnet mit mehr als 4000 Besuchern –, hat Kirchleitner Erfahrung. Er trug , als er noch in Traunstein arbeitete, für die Sicherheit bei den Fußball-Zweitligaspielen des SV Wacker Burghausen die Verantwortung. Er schätzt das Oberbayern-Derby SCR gegen Rosenheim als „brisant ein“. Beide Fanlager waren sich in der Vergangenheit nicht besonders grün. Es besteht ein Reiz-Klima. Das Wort Hochsicherheitsspiel will Kirchleitner zunächst einmal nicht in den Mund nehmen. Allerdings räumt er ein, dass die Partie auf die Stufe kommen könne, „wenn heute etwas passiert, was die Stimmung zusätzlich anheizt“. Dann werde man beim Personal noch einmal nachrüsten. Kirchleitner will tun, was in seiner Macht steht, damit alles in geordneten Bahnen verläuft. „Familien mit Kindern sollen ohne Angst ins Stadion gehen können. Das ist mein Anspruch.“

Ansprüche, die hat auch Riessersees Manager Ralph Bader. Erfüllen können die ihm allerdings nur seine Profis. Als Herr der Zahlen rechnet er stets mit spitzer Feder. Und so freut’s ihn, dass das Erreichen der Pre-Playoffs gegen Rosenheim einen warmen Regen bringt. Das eine Spiel gegen Rosenheim spült Bader zufolge mehr Geld in die SCR-Kasse als im vergangenen Jahr die beiden Begegnungen gegen Dresden, in denen es ebenfalls darum ging, das Viertelfinale zu erreichen. „Die Pre-Playoffs, für die ich 20 000 Euro im Etat angesetzt habe, sind wirtschaftlich wichtig für uns. Vor allem, weil uns in dieser Saison die Derbys gegen Landshut gefehlt haben.“ Vieles erleichtern – vor allem in finanzieller Hinsicht – würde ihm der Sprung unter die besten acht Mannschaften der DEL2. „Die Serie gegen Bietigheim wäre sicher noch einmal lukrativ“, sagt er.

Auch für die Mannschaft. Einige Spieler haben sich eine Prämie in ihre Verträge schreiben lassen. Ein Passus, den nicht jeder Spieler in der Lage war auszuhandeln. Die würden allerdings nicht leer ausgehen, sollte der Einzug gelingen. „Das gesamte Team wird davon profitieren, wenn wir die Sensation schaffen“, verspricht Bader. Scheidet der SCR allerdings aus, ist die Saison beendet. Für einige Profis endet ihr Arbeitsverhältnis mit dem letzten Pflichtspiel, bei anderen erst Ende März. Damit will sich der Manager aber nicht beschäftigen. „Erst spielen wir gegen Rosenheim und schauen, was dabei rauskommt. Das ist jetzt wichtig.“

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