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Stolz auf ihr neues Werk: Die Autorin Steffi Geihs

Geeignete Literatur fehlte

Sie schreibt Bücher für Schüler mit geistiger Behinderung

Garmisch-Partenkirchen - Besondere Arbeit: Steffi Geihs schreibt Bücher für Schüler geistiger Behinderung. Jetzt ist ihr viertes Werk erschienen. 

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Vor drei Jahren machte sich Steffi Geihs an die Arbeit, ihr erstes Buch zu schreiben – und zwar ein ganz besonderes. Eines für Schüler mit geistiger Behinderung oder einer Lernbehinderung. Denn für diese gab es bisher keine geeignete Literatur. Dann ist „Tina ist verliebt“ erschienen. Und das war erst der Anfang. 

Schon seit längerer Zeit hatte die Garmisch-Partenkirchnerin den Plan geschmiedet, eine Buchreihe zu schreiben – vorausgesetzt der Allitera-Verlag spielt mit. Das hat er. „Tina in Gefahr“ – so heißt der vierte Band, der gerade veröffentlicht wurde. „Es geht um Selbstbehauptung und Gewaltprävention“, erzählt die Autorin. „Ein sehr wichtiges Thema, denn Frauen mit Behinderung werden einer Studie zufolge überdurchschnittlich häufig Opfer sexueller Gewalt.“ 

Die 35-Jährige, die derzeit in Elternzeit ist, weiß wovon sie spricht. Sie gehört dem Kollegium einer Heilpädagogischen Tagesstätte in München an. Nach ihren ersten Werken wollte sie nun eine inhaltliche Veränderung. „Weg von den Themen Liebe und Partnerschaft, um die es bisher immer ging“, erzählt sie. So baut die Story in Buch Nummer vier nicht auf den ersten drei Büchern auf. Nur die Personen sind gleich. Sie werden aber alle noch einmal eingeführt. „Ich will mit dem Buch den Personen Mut machen, dass sie in diesen schwierigen Situationen, die jeden treffen können, selber aktiv handeln und nicht Opfer werden.“ Ende des kommenden Jahres könnte ihre Erfolgsgeschichte dann schon weiter gehen: Band Nummer fünf soll erscheinen.

Titus Fischer

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