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Hielt eine Motivationsrede: Wolfgang Utz. 

Verein bisher viel erreicht

Vorsitzender nimmt Mitglieder in die Pflicht

Grainau - Einen Appell an ihre Eigeninitiative richtete Vorsitzender Wolfgang Utz an die „Bürger für Grainau“. Insbesondere in Anbetracht der Diskussion um das geplante Chaletdorf am Zigeunerweg.

Nur was man anpackt, bekommt man in den Griff. Diese Lebensweisheit scheint für den Verein Bürger für Grainau (BfG) das leitende Motto zu sein. Bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus Spatzenhäusl appellierte der Erste Vorsitzende Wolfgang Utz an die Eigeninitiative der Vereinsmitglieder, um in der Gemeinde einen Unterschied zu bewirken. Initiative zeige man unter anderem dadurch, indem man als Bürger regelmäßig die Gemeinderatssitzungen besuche. „Ich kann euch nur immer wieder dazu ermuntern, regelmäßig an den Sitzungen teilzunehmen, euch zu beteiligen und euch so gut wie möglich einzubringen.“

Die Initiative der Bürger für Grainau für das Zugspitzdorf habe laut Schriftführerin Monika Bart in der Vergangenheit bereits erfreuliche Früchte getragen. Ein kostenloses Ferienticket für Schüler, das Sommerfest am Grainauer Sportplatz, Spendenaktionen und eine übertragbare Saunakarte im Schwimmbad für Gäste seien positive Beispiele für die Arbeit des Vereins. Fortschritte im Bereich der Elektromobilität in Grainau und der Erhalt der Tempo-30-Zone an der Höllentalstraße wurden von ihr ebenfalls als „besonders erfreulich“ bezeichnet. Doch auch die Zukunft verspreche „spannende Projekte“. Ein Antrag für ein Bieneninformationszentrum am Huberpark sei dafür das beste Beispiel.

Selbstredend wollen sich die Mitglieder heuer weiter für ihren Ort einsetzen. Utz findet es aus dieser Motivation heraus als „besonders wichtig“, sich an der Diskussion über das im Raum stehende Alpen-Chaletdorf am Zigeunerweg zu beteiligen. Das bis zu acht Millionen Euro teure Projekt erachtet der Architekt zwar als „positiv“ und als „Bereicherung für den Grainauer Tourismus“, den Standort am Hang sieht er jedoch sehr kritisch. Die Lage sei schlicht und einfach „unpassend“. In der nächsten Bauausschuss-Sitzung will Utz seine Bedenken bezüglich des Projektes wieder vortragen. „So lange ich irgendwie mitreden kann, werde ich mich gegen die aktuelle Planung aussprechen.“

Nachdem die Tagesordnungspunkte der Jahresversammlung besprochen und auch die Entlastung des Schatzmeisters Kai-Uwe Deller einstimmig beschlossen wurde, diskutierte die Runde noch über Wünsche und Anträge für die Zukunft. Dabei ging es vor allem darum, Grainau als Tourismusort noch attraktiver zu machen. Ideen, wie ein leises, elektronisches Müllabfuhrfahrzeug, eine Künstlerausstellung und Konzerte am Huberpark, eine Boulderwand am Eibsee, sowie die Instandsetzung des Erlebnis- und Sagenpfades wurden von den Zuhörern vorgebracht. „Danke für Eure Vorschläge und Gedanken“, lobte Utz. „Von solchen Ideen leben wir.“ Gleichzeitig betonte der Vorsitzende, dass die Mitglieder für ihre Ideen und Visionen selbst etwas dazutun müssen. Nur so könne daraus Realität werden. „Man muss sich konkret für Verbesserungen einsetzen“, forderte Utz. „Und sich darum selbst kümmern, sonst kommen wir nicht weiter.“

Magdalena Kratzer

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