Schlager-Star Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals gestorben: Vermutung zu Todesursache

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Eher seltenes Bild: volle Zuhörerreihen im Sitzungssaal während der Bauausschuss-Debatte. Neben Dauergast Heinrich Hornsteiner (vorne l.) hat sich auch Riedkopfstraßen-Anwohner Paul Kemmetter (hinten l.) unters Rathaus-Publikum gemischt. foto: kunz

Bürger-Groll in der Riedkopfstraße

Mittenwald - Gemeindeziele und Bürgerwünsche sind nicht immer deckungsgleich - zumindest in der Sache Riedkopfstraße. Dort rebellieren viele Mittenwalder gegen den geplanten Ausbau.

Wenn sich auffallend viele Bürger im Rathaus auf den Zuschauerrängen tummeln, ist nicht selten Brisanz angesagt. So auch am Montagabend in der Bauausschuss-Sitzung des Mittenwalder Marktgemeinderats, zu der rund 25 Anwohner der Riedkopfstraße erschienen waren. Nicht ohne Grund: Denn diesen Bereich wollen die Gemeindeväter für viel Geld ausbauen, was einigen Anrainern gar nicht passt - wohl nicht zuletzt deshalb, weil sie den größten Batzen selbst bezahlen dürfen.

Von dem ursprünglichen Plan, die Riedkopfstraße bis zur Isarbrücke im Ried zu einer Durchgangsstraße umzufunktionieren, ist der Gemeinderat nach dem Veto der Anlieger zwar wieder abgekommen. Doch der nun mit zwei Gegenstimmen (Hannes Ostler und Kurt Stransky, beide CSU) beschlossene Wendehammer stieß bei vielen ebenso auf Unverständnis. „Wir hatten der Gemeinde bei der Info-Veranstaltung deutlich zu verstehen gegeben, dass wir diesen nicht haben wollen“, poltert Anwohner Paul Kemmetter.

Dass er die Basis stets im Blick habe, betonte indes Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU). „Wir planen nichts gegen den Willen der Bürger. Deshalb haben wir auch die noch kurzfristig bis heute eingegangenen Anträge berücksichtigt.“ Rückendeckung erhält er dabei selbstverständlich von Marktbaumeister Ralf Bues. „Ein Wendehammer liegt bei einer Sanierung im Ermessensspielraum der Gemeinde.“ Das ärgert Kemmetter: „Warum wird dann gegen den Willen der Anwohner entschieden?“ Bues wiederum wies auf die Gefahren hin, die beispielsweise durch rückwärts fahrende Müllfahrzeuge entstehen. „Deshalb sollte die Möglichkeit genutzt werden, mit minimalem Preis von 4500 Euro eine Verbesserung zu erzielen.“ Die Kommune muss dazu allerdings eine 50-Quadratmeter-Fläche des Wasserwirtschaftsamts Weilheim, auf dem ein Trafohaus steht, teeren. „Auch diese Maßnahme ist überflüssig“, argumentiert Kemmetter. „Direkt hinter meinem Grundstück existiert doch schon eine befestigte Wendefläche, die von Räumfahrzeugen genutzt wird.“

Die Kosten für das gesamte Projekt Riedkopfstraße belaufen sich auf 400 000 Euro. Davon tragen die Anlieger getreu der kommunalen Ausbau-Satzung 90 Prozent und die Kommune zehn Prozent. Was Kemmetter obendrein wurmt. „Ich habe mir erst vergangenes Jahr eine Solaranlage auf meinem Hausdach finanziert“, lamentiert der Mittenwalder. „Die Gemeinde weiß doch sicher schon lange von den Sanierungsplänen.“ Daher reagiert auch Kemmetters Ehefrau Sabine genervt. „Wir haben erst im Dezember 2012 von der Gemeinde erfahren, dass auf uns weitere hohe Kosten zukommen. Was ist das denn für eine Planung?“ ku

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