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Soll erhalten werden: der kleinen Laden an der Soier Dorfstraße.

Genossenschaftsprojekt wird konkreter

Soier Dorfladen: Jetzt sind die Bürger gefragt

Bad Bayersoien - Schon Ende des Monats soll in Bad Bayersoien eine Genossenschaft zum Erhalt des Dorfladens gegründet werden. Die Zeit drängt.

In den Augen von Gisela Kieweg ist der Dorfladen in Bad Bayersoien viel mehr als nur ein Geschäft. „Er ist eine Lebensader“, erklärt die Bürgermeisterin. Ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen und ratschen. „Einfach ein sozialer Treffpunkt.“ Deshalb freut sich Kieweg, dass das drohende Aus des Ladens tatsächlich abgewendet werden könnte. Schon Ende des Monats sollen Fakten geschaffen werden. Für den 25. November ist die Gründungsversammlung für eine Art Bürgergenossenschaft geplant. Eine Genossenschaft mit stiller Beteiligung. Sie soll die Grundlage für das weitere Betreiben des Geschäfts an der Dorfstraße bilden. Alternative Standorte stehen Kieweg zufolge nicht im Raum. Damit würde die Tradition weitergeführt, die seit 15 Jahren in den Händen von Richard Zormeier und seiner Frau Michaela liegt. Sie haben den bestehenden Pachtvertrag zum 31. Januar 2016 gekündigt, weil es immer weniger Kunden und damit Umsatzeinbußen gebe. Offen bleibt, wie es mit dem Dorfladen am 1. Februar weitergeht. „Ob es eine kleine Schließzeit gibt, weiß ich nicht“, sagt Kieweg. Ziel sei aber ganz klar, zügig eine Lösung zu finden. Konkret heißt das: Menschen zu finden, die sich an der Genossenschaft beteiligen und Anteile zeichnen. Damit das Geschäft betrieben werden kann, ist nach Worten der Bürgermeisterin ein Geldstock von 90 000 Euro notwendig. Ein Mindestanteil soll 250 Euro entsprechen, der jeweils in 50er-Schritten höher ausfallen kann. Potenziell werden also 360 Anteilseigner benötigt. Diese Zahl verringert sich, wenn jemand größere Pakete zeichnet. Grundsätzlich gilt jedoch: Jeder Genosse haftet nur für das, was ein eingezahlt hat. „Das ist der große Vorteil dieses Modells.“ Mehr Details dazu gab es bei einem Infoabend mit dem deutschlandweit aktiven Unternehmensberater Wolfgang Gröll Anfang der Woche. Dazu waren Kieweg zufolge knapp 100 Interessierte gekommen. Bei einer ersten Veranstaltung dieser Art im Sommer waren es noch doppelt so viele gewesen. Danach wurde es jedoch ein wenig ruhig um das Projekt, weil sich eine andere Lösung abgezeichnet hatte: Für die Pachtnachfolge gab es eine potenzielle Interessentin. Diese habe sich aber überraschend „aus persönlichen Gründen“ wieder zurückgezogen. Um nun doch eine Genossenschaftslösung voranzutreiben, müssen nun unmittelbar Gespräche geführt und Arbeitskreise gebildet werden. Ansprechpartner und Vermittler soll dabei Andreas Baar sein, der vielen im Dorf unter anderem aufgrund seiner Bürgermeister-Kandidatur 2014 ein Begriff sein dürfte. Kieweg hofft aber auch, dass nicht nur Dorfbewohner das Projekt unterstützen, sondern vielleicht auch Ammertaler aus den umliegenden Gemeinden. Sie blickt optimistisch in die Zukunft. Und erst einmal auf den 25. November.

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