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Lothar Ragaller junior sieht Handlungsbedarf in der Alpenwelt Karwendel. f.: tom/a.

Bürgerliche contra Bürgermeister

Krün - In der Isartaler Tourismus-GmbH läuft nicht alles rund - finden die Freien Wähler. Deshalb präsentieren sie in Krün Verbesserungsvorschläge. Das Ergebnis: Alles bleibt beim alten.

Im Oberen Isartal arbeitet man nicht nur auf touristischem Sektor zusammen. Nun schmieden die Freien-Wähler-Gruppierungen auch politisch gemeinde-übergreifende Allianzen. Erster Ausfluss davon: zwei Anträge in puncto Organisation der neugegründeten Alpenwelt-Karwendel-Tourismus-GmbH.

In Mittenwald haben die Parteilosen mit diesen Vorschlägen schon Schiffbruch erlitten, den beiden Gemeinderäten der Bürgerlichen Wählergemeinschaft (BWG), Lothar Ragaller junior und Franz-Paul Reindl, ging’s am Dienstagabend nur unwesentlich besser. Obwohl ihre Anträge wie schon in Mittenwald aus formalen Gründen nicht einmal Beschlussreife erlangten, sieht sich Ragaller in seinem Handeln bestätigt. „Man kann doch Verbesserungsvorschläge einbringen“, betonte der BWG-Sprecher. Er wünscht sich in puncto Tourismus-Management statt „eines großen Verwaltungs-Apparats einen effizienten Dienstleister“.

Wie bereits die Mittenwalder Gesinnungsfreunde forderte die BWG-Fraktion in ihrem Schreiben an den Gemeinderat zum einen, „dass die Tourist-Infos der Alpenwelt Karwendel auch an Samstagen ganzjährig vormittags geöffnet sind“. Zum anderen solle die Gemeinde Krün als Gesellschafterin der AWK-GmbH dafür Sorge tragen, „möglichst zeitnah“ in jeder der drei Isartaler Tourist-Infos einen „festen Ansprechpartner“ als „Mittler zwischen Vermietern und der AWK“ zu installieren.

Zwei Vorschläge, die sowohl bei der AWK-Geschäftsführerin Sabrina Blandau als auch bei Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) auf keinen fruchtbaren Boden fielen. „Eine ganzjährige Öffnung der Tourist-Informationen am Wochenende ist aus Sicht der Geschäftsführung nicht notwendig und sollte daher abgelehnt werden“, empfiehlt Blandau in einem Schreiben, das der Rathauschef vortrug. Auch bei Punkt zwei sieht sie keinen Handlungsbedarf, da mit Magdalena Mayr (Krün), Petra Schandl (Wallgau) und Carina Zielinski (Mittenwald) bereits kompetente Büroleiterin als Kontaktpersonen zur Verfügung stehen. „Die Forderung der Freien Wählergruppierungen ist somit bereits umgesetzt“, konstatiert Blandau, die bedauert, dass keiner der Antragsteller vorab das Gespräch mit ihr gesucht hatte.

„Das find’ ich wirklich schade“, meinte der Bürgermeister. Dann hätte man im Vorfeld einiges ausräumen können - und keine sinnlosen Anträge stellen brauchen. Das sind sie jedenfalls für Schwarzenberger, der bei seiner Kritik auf genau Lektüre des Gesellschaftervertrags und der Geschäftsordnung der AWK verwies. Auch wenn’s der Rathauschef nicht explizit aussprach: Für ihn war der Vorstoß der Bürgerlichen lediglich ein politisches Scharmützel. „Denn beide Punkte sind seit 1. Januar 2014 umgesetzt und kommuniziert.“ Daher appelliere er „an alle, dass laufende Geschäft der Geschäftsführung zu überlassen“.

Diesen Seitenhieb wollte Antragsteller Ragaller so nicht stehen lassen. „Wir sollten schon auch öffentlich über solche Dinge sprechen.“ Es werde in der Alpenwelt „zuviel Zeit mit Verwaltungstätigkeit vergeudet. Das ist meine Meinung.“ Und von der rückte Ragaller auch nicht mehr ab. csc

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