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Großes Interesse: Über 150 Einwohner verfolgen die Bürgerversammlung im Kurhaus.  

Bei Bürgerversammlung stellt Bürgermeisterin Kiewig Investoren-Pläne vor

Kurhaus Bad Bayersoien: Akademie mit Bio-Restaurant

Bad Bayersoien – Etwa 150 Bad Bayersoier sind zur Bürgerversammlung gekommen. Was sie dort in Sachen Kurhaus erfahren haben, hat sie begeistert. Und Bürgermeisterin Gisela Kieweg hatte weitere gute Nachrichten dabei. 

Das passiert einem Politiker auch nicht alle Tage: Applaus erntete die Bad Bayersoier Rathaus-Chefin Gisela Kieweg für die Lösung, die sie für das Sorgenkind Kurhaus gefunden hat. Das Ehepaar Lage-Roy, bekannte Homöopathen aus dem Riegseer Ortsteil Hagen, wird dort eine Akademie für Homöopathie mit einigen Gästezimmern und einem Bio-Restaurant errichten. Abriss und Neubau – es sollen nur Bio-Materialien verwendet werden – sind für 2017 geplant. Dies sei ein großer Gewinn für den Ort, erklärte Kieweg auf der Bürgerversammlung. In den Ferien sei die Akademie geschlossen.

Zu der Bürgerversammlung im Kurhaus waren über 150 Einwohner erschienen. Im Finanzbericht zeigte sich, dass die Gemeinde gut gewirtschaftet hat. Und auch im Tourismus sieht es gut aus. Heuer verzeichnete der Ort laut Kieweg über 1000 Ankünfte mehr als im Vorjahr. Allerdings verkürzten sich die Aufenthaltszeiten. Dies führte die Gemeinde-Chefin unter anderem auf die schneefreien Monate Januar und Februar zurück. „Wir müssen die Kur besser vermarkten“, resümierte sie.

Ort verdient am Dreh zum ZDF-Zweiteiler „Marie fängt Feuer“

Sehr zugute kam der Kommune der Dreh zum ZDF-Zweiteiler „Marie fängt Feuer“. Die Filmcrew hatte das Kurhaus gemietet und im Dorf übernachtet. So habe sie rund 80 000 Euro im Ort gelassen, rechnete Kieweg vor. Eventuell sollen im kommenden Jahr drei weitere Folgen in der Umgebung entstehen.

2016 standen viele Projekte an. Im Zuge einer örtlichen Überprüfung wurden 69 Bäume erfasst. Eine große Linde und einige Eschen mussten wegen Pilzbefalls gefällt werden. Eine Ersatzbepflanzung und somit Verjüngung des Baumbestands wird in Kürze in Angriff genommen.

Heizungsanlage für Kindergarten und Schule um ein Jahr verschoben

Die Gemeinde packte viele Renovierungsarbeiten an. So wurde der Bauhof saniert, weitere Arbeiten an der Außenfassade sind geplant. An der Kriegergedächtniskapelle wurden unter anderem Mauerwerk und Glockenturm auf Vordermann gebracht und die Treppe erneuert. Die geplante Heizungsanlage für Kindergarten und Schule hingegen musste um ein Jahr verschoben werden. Die Kosten von rund 30 000 Euro wären höher als ursprünglich kalkuliert. Stattdessen baute man für die derzeit 44 Kindergartenkinder eine größere Garderobe und eine neue Kuschelecke, der Sandkasten bekam ein neues Sonnensegel und der Zaun wurde erneuert. In der Schule wurden unter anderem die Böden erneuert und die Wände gestrichen. Im Fischerhäusl musste nach einer Begehung des Gesundheitsamtes der Küchenbereich mit abwaschbarem Material verkleidet werden.

Die Pumpstation im Bauhof wurde erneuert. Diese kostete etwa 80 000 Euro und arbeitet jetzt viel energieeffizienter als die alte. Die Kommune sanierte das Kneippbecken am See, stellte zehn neue Liegen auf und schaffte sich Langlauf-Ausstattungen zum Ausleihen an.

Erfolgreiche Förderanträge für Rathaus und Breitbandausbau

Kieweg stellte etliche Förderanträge. Für das Bierling-Haus, das die Gemeinde Anfang des Jahres gekauft hatte, läuft derzeit ein Antrag auf Städtebauförderung. Die Entscheidung wird 2017 fallen. Für den Breitbandausbau bekommt der Ort 30 000 Euro aus dem bayerischen Förderprogramm. Den Scheck überreicht nächste Woche Finanzminister Markus Söder (CSU). Für die anstehende Rathaus-Sanierung bekam die Gemeinde eine Zusage für eine Finanzspritze über 230 000 Euro aus dem Topf des kommunalen Investitionsprogramms.

Am Bruckler-Filz wurden alle Objekte des Einheimischenmodells verkauft. Die Erschließung war um etwa 72000 Euro günstiger als veranschlagt- Die Bewohner bekommen die Differenz in Kürze zurückerstattet.

Beate Berger

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