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Auch Gebirgsflüge müssen geübt werden: Hier ist ein Hubschrauber der Bundespolizei bei einem Einsatz nahe an Felsen zu sehen.

Übungsflüge der Fliegerstaffel finden statt

Bundespolizei kommt zum Flugplatzfest

Ohlstadt - Jetzt steht’s fest: Die Hubschrauber der Bundespolizei werden nach Pömetsried zurückkehren. Und zwar zur Feier des fünfjährigen Bestehens der Sportfliegergruppe Werdenfels.

Während des G7-Gipfels Anfang Juni 2015 in Elmau waren sie auf dem Segelfluggelände Pömetsried stationiert, pro Schicht zirka 80 Mann der Fliegerstaffel der Bundespolizei, mit einer sich ständig wechselnden Anzahl an Hubschraubern. Dabei hat es den Piloten wohl so gut in der Gegend gefallen, dass sie zurückkehren wollen – für Übungsflüge, einmal pro Jahr, zehn Tage lang. Ob dieser Plan auf Dauer aufgeht, steht zwar noch nicht fest, das soll sich auf Wunsch der Gemeinde Ohlstadt nach einem Testlauf entscheiden. Doch eins ist nach jetzigem Stand der Dinge sicher. Wie sowohl die Pressestelle der Bundespolizei-Fliegerstaffel als auch die Sportfliegergruppe Werdenfels bestätigen, werden zur Feier des fünfjährigen Bestehens der Sportfliegergruppe am 23. und 24. Juli auch Maschinen der Bundespolizei auf dem Fluggelände Pömetsried ausgestellt sein.

Bislang sieht die Planung laut Mathias Briesenick, Sprecher der Segelflieger, wie folgt aus: Die Polizei-Fliegerstaffel wird kurz vor dem großen Flugplatzfest der Segelflieger nach Pömetsried anreisen, von dort aus am Freitag, 22. Juli, und dann wieder ab Montag, 25. Juli, zu Übungsflügen starten. Während der „Geburtstagsfeier“ der Sportfliegergruppe am Wochenende 23./24. Juli können die Hubschrauber auch von den Festbesuchern begutachten werden. Wie viele Maschinen, Piloten und Fachpersonal zu diesem Termin kommen werden und für wie lange, konnte Klaus Claaßen von der Pressestelle der Fliegerstaffel am Freitag nicht sagen. „Das ist noch ein bisschen zu früh“, meinte er. „Anfang Mai wird es konkreter.“

Der Leiter der Fliegerstaffel, Thomas Helbig, hatte  im Spätsommer vergangenen Jahres einen Antrag auf eine Nutzung des Segelfluggeländes Pömetsried an die Gemeinde Ohlstadt geschickt. Darin hatte Helbig angegeben, das Gelände zur Ausbildung von Piloten und Flugtechnikern der Bundes- und Landespolizei sowie für Übungsflüge ins Gebirge an zehn Tagen pro Jahr nutzen zu wollen. Auch war in dem Schreiben für diesen Zeitraum die Rede von sechs bis acht Maschinen, zirka 50 Mann, rund 50 bis 60 Starts und Landungen pro Tag und dass die Piloten gegen 9 Uhr ihre Flüge ins Gebirge beginnen und gegen 17 Uhr von dort zurückkehren würden.

Der Gemeinderat Ohlstadt hatte im Oktober vergangenen Jahres mit drei Gegenstimmen dem Gesuch Helbigs zugestimmt, zunächst aber nur für ein Jahr und mit der Auflage, die Anzahl der Starts und Landungen auf ein Mindestmaß zu begrenzen, und dem Wunsch, die Teilnehmer möglichst in Ohlstädter Beherbergungsbetrieben unterzubringen. Nach diesem Testlauf wolle man weiter entscheiden. Die drei Antragsgegner hatten unter anderem moniert, dass das Vorhaben dem Genehmigungsbescheid für das Gelände widerspreche. Dieser besage, dass das Gelände nur für Segelflugzeugen, Schleppluftfahrzeugen und Motorseglern benutzt werden dürfe.

Ein entsprechender Antrag der Bundespolizei auf Nutzuung des Geländes ist bei der Regierung von Oberbayern bis heute aber nicht eingegangen. In Betracht käme laut einer Pressesprecherin dann eventuell eine auf diesen Einzelfall bezogene Erlaubnis. Möglich sei auch, dass die Bundesflieger aufgrund hoheitlicher Rechte sogar ohne eine solche Erlaubnis fliegen dürften.

Parallel zu all diesen Entscheidungen ist Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) am Pläneschmieden für eine Partnerschaft zwischen den Bundespolizei-Fliegern und der Gemeinde Ohlstadt. Eine ähnliche Partnerschaft bestehe bereits zwischen der Spezialeinheit der Bundespolizei, der GSG9, und der nordbayerischen Gemeinde Bischofsgrün. Scheuerer erhofft sich dadurch touristischen Nutzen für seinen Ort.

Michaela Sperer

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