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Publikumsmagnet: Die Zugspitze zieht jährlich tausende Besucher an. Die Fahrgastzahlen und Umsätze der Zugspitzbahn steigen stetig. foto: Martin Becker

BZB-Bilanz mit neuem Rekord

Garmisch-Partenkirchen - Über 32 Millionen Euro Umsatz, 1,1 Millionen Gäste: Ein neuer Rekord für die Bayerische Zugspitzbahn. Trotzdem ist die Freude verhalten...

Matthias Stauch spricht von einer „recht guten Bilanz“. Der kaufmännische Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) stapelt damit tief. Denn die Zahlen der vergangenen Saison bedeuten einen neuen Rekord. 32,63 Millionen Euro Umsatz hat das Garmisch-Partenkirchner Seilbahnunternehmen von November 2010 bis Oktober 2011 mit insgesamt 1,1 Millionen Gästen gemacht. Der zweite Rekord in Folge. Eins freut Stauch ganz besonders: „Erstmals liegt der Umsatz bei der Gastronomie über vier Millionen Euro. Damit haben wir nicht gerechnet.“

Trotz dieses guten Ergebnis’ bleibt der Vorstand vorsichtig optimistisch. Im Reingewinn von 124 089 Euro sieht er lediglich ein „zartes Pflänzchen, das gegossen werden muss“. Zum einen hat die BZB Schulden in Höhe von 19,6 Millionen Euro. Zum anderen schlägt der neue Wetterwandeck-Sessellift in diesem, spätestens im kommenden Jahr mit neuneinhalb Millionen Euro zu Buche. In den nächsten fünf Jahren steht ebenso die Erneuerung der Eibsee-Seilbahn an.

Knapp 14 Millionen Euro investierte die BZB in der Saison 2010/2011. Den größten Posten macht der Pistendienst aus (rund 10,7 Millionen Euro), den das Unternehmen zum Jahresbeginn 2011 von der Gemeinde übernahm.

Die Bilanz ist top, zu spüren bekommen das die Kunden am Ticketschalter nicht. Die Fahrpreise steigen seit Jahren. Vor allem an der deutlichen Preisdifferenz zwischen Sommer und Winter für eine Fahrt auf die Zugspitze wird immer wieder Kritik laut. Eine Rundreise auf der Zugspitze kostet in diesem Sommer für Erwachsene 49,50 Euro. Im vergangenen Winter waren es 39 Euro. Stauch hat eine einfache Erklärung: „Im Winter ist der Wettbewerb mit anderen Skigebieten viel härter.“ Im Sommer ist die Zugspitze einfach Deutschlands höchster Berg und hat damit „ein Alleinstellungsmerkmal“.

Und das für jedermann. Dem Vorwurf, die BZB habe nur Urlauber im Blick, tritt der Vorstand klar entgegen: „Auch die Einheimischen sind für uns eine wichtige Zielgruppe.“ Speziell für sie gebe es den Saisonpass, auch die Ganzjahreskarte „wird in Massen gekauft“. Dass es kein Ticket nur für die Sommersaison gibt, erklärt Stauch mit „marketingpolitischen“ Gründen: „Wir wollen die Einheimischen das ganze Jahr an uns binden.“ Der Winter sei der Schwerpunkt, der Sommer „das Zuckerl“.

Janine Tokarski

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