Für gute Unterhaltung sorgen Moderatorin Carolin Reiber und Lüftlmaler Gerhard Ester beim Publikum im Rassen während der Fernseh-Aufzeichnung für die „Bayerntour“. foto: sehr

Carolin Reiber mischt sich unters Volk

Garmisch-Partenkirchen - BR-Sendung „Bayerntour“ macht Station in der Marktgemeinde.

Weiße Pisten, viele Hotels und Gäste aus aller Welt - dafür steht Garmisch-Partenkirchen. „Aber es gibt mehr als Schnee, Skifahren und Sportläden“, sagt Carolin Reiber. Die bekannte Volksmusik-Moderatorin aus München kennt das Werdenfelser Land, verbindet „Kindheitserinnerungen“ mit der Region. Sie besuchte die Marktgemeinde, um den Fernsehzuschauern zu zeigen, dass es hier viel mehr zu erleben gibt als Wintersport. Und zwar mit der „Bayerntour“, die das Bayerische Fernsehen (BR) am 9. Januar um 20.15 Uhr sendet. Für die Aufnahmen waren Moderatorin Reiber und ein Team des BR nun vor Ort - und drehte vor heimischem Publikum im Partenkirchner Rassen.

Das Bild, das die Fernsehzuschauer von der Marktgemeinde bekommen, ist ein echtes, ein unverfälschtes mit vielen Originalen. Gerhard Ester ist so ein Original. Viele Häuser tragen die Handschrift des bekannten Lüftlmalers. „Auf den freu’ ich mich besonders“, sagte Reiber im Vorfeld. Mit ihm hatte sie dann auch bei der Aufzeichnung Spaß. Gefragt nach dem neuen Glanz, den er den Fassaden mit seinem Handwerk verleiht, korrigiert er die Moderatorin: „Also neuen Glanz, den mog i ned.“ Denn oftmals gehe es um Restauration, also Wiederherstellung und nicht eigenes Schaffen. Wieder was gelernt.

Das haben auch die Gäste beim Dreh. „Das ist ja das Faszinierende“, meinte Reiber. „Man sieht direkt vor Ort, wie Fernsehen funktioniert.“ Etliche BR-Mitarbeiter - vom Produktionsleiter bis zum Kabelträger - Kameramänner, die den Rassensaal aus jedem Winkel filmen und Applaus auf Kommando - alles das erlebten die Zuschauer live. Und auch eine routinierte Moderatorin, die noch kurz vor der nächsten Szene den Text durchging, vor sich hin murmelte und dann doch drei statt zwei „echte Werdenfelser“ ankündigte. „Liebe Carolin, und nochmal bitte“, tönte die Stimme aus der Regie. Also von vorne. Jeder Satz, jeder Blick in die Kamera muss sitzen.

Die Gäste, die Reiber live im Rassen interviewte, waren ganz Profis. Ob Franz Porer, Peter Maurer und Anneliese Bauer vom Partenkirchner Bauerntheater oder die drei Bob-Legenden Franz Wörmann, Peppi Bader und Rolf Lehmann: Sie alle zeigten, was die Menschen und das Leben in Garmisch-Partenkirchen ausmachen.

Zwischen Reibers Moderationen aus dem Rassen zeigt die „Bayerntour“ Beiträge aus der Marktgemeinde. Eine Mischung aus „Klassikern“ - wie der Partnachklamm und die Klimaveränderung am Zugspitzgletscher - und „den Veränderungen, die hier in den vergangenen Jahren stattgefunden haben“, erläuterte Redakteur Julius Kolb. Und so fährt er im Beitrag die historische Olympia-Bobbahn am Riessersee hinunter - im Auto mit Tempo zehn, weil beim Dreh noch kein Schnee lag. Und auch Gemeindestier „Bärli“ wird berühmt, live bei der „Arbeit“ gefilmt. Immer mit einem Augenzwinkern. Denn zur Marktgemeinde „gehören auch die Bauern mitten im Dorf“, weiß Reiber. Auch das ist Garmisch-Partenkirchen.

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