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Erfolgreicher Mediziner: Dr. Christian Fulghum ist Chef der „endogap“-Klinik. foto: falkenberg

Chefarzt von "endogap" feiert 60. Geburtstag

Der Exot in der Familie

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Garmisch-Partenkirchen - Die Medizin ist seine Leidenschaft, das Herz von Dr. Christian Fulghum schlägt aber auch für die Schauspielerei und den Sport. Zu seinem 60. Geburtstag erhielt der Chefarzt der "endogap Klinik für Gelenkersatz" in Garmisch-Partenkirchen den Silbernen Ehrenteller des Landkreises.

Bereits seit sechs Jahren ist Dr. Christian Fulghum Chef der „endogap-Klinik für Gelenkersatz“, einer Abteilung des Klinikums Garmisch-Partenkirchen. „Unglaublich, wie die Zeit vergeht“, sagt er anlässlich dieser Zahl. Die Sechs hat in diesen Tagen eine große Bedeutung. Denn Fulghum konnte auch seinen 60. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass hat ihm Landrat Anton Speer (Freie Wähler) den Silbernen Ehrenteller des Landkreises überreicht.

Ein Präsent, auf das der Mediziner stolz sein kann – genauso wie auf seine vielen Erfolge: Die von ihm und seinem Team geführte „endogap“ rangiert unter den fünf besten Kliniken für Endoprothetik in Deutschland. Außerdem wurde Fulghum kürzlich zum sechsten Mal in Folge vom Nachrichtenmagazin Focus zum „Top Mediziner der Hüft- und Kniechirurgie“ gekürt. Trotz aller Erfolge gilt er aber als bescheiden und bodenständig.

Seit 1969 lebt der im amerikanischen New Jersey geborene Arzt schon in Garmisch-Partenkirchen, den Großteil seines Lebens. „Diese Zeit hat mich natürlich am meisten geprägt.“ Er konnte zur Ruhe kommen, nachdem er in seiner Jugend neunmal umgezogen ist. „Mein Vater war Amerikaner und als Headhunter im Wirtschaftssektor weltweit auf Personalsuche, meine Mutter Deutsche.“ Zu den Stationen der Familie gehörten Wien, Brüssel, Genf und Basel. Garmisch-Partenkirchen wurde letztlich zur Heimat. Hier besuchte der Sohn das Werdenfels-Gymnasium, in München folgte das Medizinstudium. Seine Frau lernte er im Klinikum kennen, 1994 heiratete er die ehemalige Krankenschwester. Gemeinsam zogen sie nach Farchant, leben dort mit den Söhnen, die heute 20 und 21 Jahre alt sind.

In seiner Familie blieb Fulghum der einzige Mediziner: „Ich bin ein Exot“, sagt er mit einem Schmunzeln. Viele Jahre war er für die Theatergruppe „Schminkkasten“ auf und hinter der Bühne aktiv. Seit 1995 ist er zudem Mitglied im Lions Club in Garmisch-Partenkirchen. „In meinem Alltag kann ich die Schauspielerei auch gut nutzen“, gesteht er.

Alltag bedeutet: um 7.30 Uhr Frühbesprechung, vormittags Operationen (drei bis fünf täglich), mittags Visite und am Nachmittag dann die tägliche Sprechstunde. „Mir wird nie langweilig.“ Das immense Arbeitspensum sei dank seines hervorragenden Teams machbar. So bliebe sogar ab und an Zeit für die Familie und den Sport: Golf, Radeln, Skifahren und Wandern. „Unser Landkreis ist ein Paradies für Sportler.“

Ohnehin mag er Garmisch-Partenkirchen: „Der Ort hat in dieser Hinsicht ja auch einiges zu bieten.“ Fulghum schätzt die kurzen Wege, die Intimität und Vertrautheit, die in einer Großstadt verloren gehen. „Für mich ist es entscheidend, mit den Menschen im Allgemeinen und mit meinen Patienten im Besonderen immer bestmöglich umzugehen. Zuwendung und Verständnis sind gerade auch in der Chirurgie, in der diese Dinge ja nicht im Vordergrund stehen, entscheidend.“

Seit 2013 ist er Stellvertretender Ärztlicher Direktor des Klinikums. Und wenn er mit weicher und ruhiger Stimme beschreibt, wie wichtig es ist, den Menschen die Angst und die Schmerzen zu nehmen, dann weiß man: Das gelingt ihm. „Operieren können viele. Aber nicht die Technik entscheidet darüber, ob man ein guter Mediziner ist.“

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