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Gratulationen gab's sogar vom Bundespräsidenten

Christian König gewinnt Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“

Garmisch-Partenkirchen - Er ist erst 17, aber schon der Beste im Land. Christian König vom Werdenfels-Gymnasium holt den Bundestitel von „Jugend debattiert“ erstmals nach Bayern.

„Ich kann es selbst kaum fassen“, sagt Christian König. Erst so langsamt realisiert der 17-jährige Abiturient vom Werdenfels-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen, was passiert ist. Welchen Erfolg er erungen hat. Er wurde in seiner Altersgruppe (Jahrgangsstufen 11 bis 13) Bundessieger im „Jugend debattiert“-Wettbewerb, holte den Titel erstmals nach Bayern. Glückwünsche dafür gab es sogar von Joachim Gauck. Der Bundespräsident war Schirmherr des Bundesfinales, das im großen Humboldt-Saal des Urania-Gebäudes in Berlin 800 Zuhörer verfolgten. Und Gauck war es auch, der die offizielle Urkunde überreicht hat.

„Ich bin beeindruckt. Sie verstehen es, zum Nachdenken anzuregen“, sagte er zu Christian König und zollte ihm seinen Respekt. Mit den stärksten Argumenten und den besten Nerven hatte der Werdenfelser seine Konkurrenten aus Sachsen, Hamburg und Hessen auf die Ränge verwiesen. Eine fachkundige Jury unter dem Vorsitz von Sandra Maischberger (ARD) bewertete die Debatten öffentlich nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Sie erklärte den Garmisch-Partenkirchner, der sich bereits in den Bundeswettbewerb-Vorrunden gegen 31 Mitteilnehmer durchgesetzt hatte, zum besten Nachwuchsredner.

„Soll der Paragraf 103 Strafgesetzbuch ersatzlos gestrichen werden?“ hieß die Aufgabenstellung, über die die ausgelobten besten Vier in einer Pro- und Contra-Position diskutierten. König trat überzeugend gegen eine ersatzlose Streichung des „Böhmermann-Paragraphen“ ein. Mit dem Bundesfinal-Sieg erhält er die Aufnahme ins Alumni-Programm „Jugend debattiert“, eine Akademiewoche und wird Studienstiftungen empfohlen.

Margot Schäfer

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