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Großer Andrang auf dem neuen Platz vor dem Murnauer Kultur- und Tagungszentrum: Rund 6000 Besucher tummeln sich dort an den zwei Markttagen. 

Die einen finden es gut, die anderen weniger

Murnauer Christkindlmarkt: Geteilte Meinungen über neuen Standort

Das Murnauer Jugend- und Blasorchester stimmt eine weihnachtliche Melodie an. Die Schafe in der lebenden Krippe kauen genüsslich ihr Heu und Kinder verfassen Briefe ans Christkind: Auch heuer bestach der Murnauer Christkindlmarkt durch seine stimmungsvolle Atmosphäre - trotz Ortswechsels von der Fußgängerzone auf den Platz vor dem Kultur- und Tagungszentrum. 

Murnau –  Laut Josef Bierling vom Organisationsteam der Vereinegemeinschaft war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Er schätzt, dass an beiden Tagen rund 6000 Besucher über den Platz vor dem Kultur- und Tagungszentrum schlenderten. Dort hatten 28 Vereine sowie 35 Gewerbetreibende ihre Stände aufgebaut, die bis in die Kohlgruberstraße, die Postgasse, den Burggraben und die Bahnhofsstraße hineinragten.

Neben einer großen Auswahl an kulinarischen Delikatessen winkte ein vielfältiges Warenangebot. Dies reichte von selbst gestrickten Mützen über aufwendig gestaltete Krippen bis hin zu kuscheligen Schafwollprodukten und filigran gearbeiteten Holzkunstwerken. So war für jeden Geschmack etwas geboten. Die kleinen Besucher fanden besonderen Gefallen an der lebenden Krippe und schrieben fleißig Wunschzettel ans Christkind. Für leuchtende Kinderaugen sorgte der Nikolaus, der an beiden Tagen mit der Pferdekutsche vorfuhr, um Geschenke zu verteilen.

Auf der Bühne direkt vor dem ehemaligen Postgebäude war ein buntes musikalisches Rahmenprogramm geboten. Unter anderem sorgte das Jugend- und Blasorchester Murnau (JBO), der Staffelseechor, Jagdhornbläser und „Die Blaulandler“ für Unterhaltung. Menschentrauben versammelten sich vor der Bühne, um das Geschehen zu verfolgen.

Von diesem großzügigen Platzangebot zeigte sich Besucherin Christina (23) aus Bad Tölz angetan: „Im Markt war es so eng, da hatte man mit Kinderwagen keine Chance durchzukommen. Jetzt ist es viel familienfreundlicher“, befand die junge Mutter.

Bei den Standbetreibern erzeugte das neue Konzept gemischte Gefühle. Bedenken äußerte etwa der Chiemseer Johann Grimmeck, der mit seinem Kosmetikartikel-Stand seit rund fünf Jahren regelmäßig an der Veranstaltung teilnimmt. „Ich war schon sehr an die Fußgängerzone mit ihrer unverwechselbaren Atmosphäre gewöhnt. Hier verteilen sich die Besucher mehr, das wirkt etwas auseinandergerissen“, meinte er. Hingegen war Evi Schilberger, die einen Stand für das örtliche Mütter- und Familienzentrum Murmel betreute, positiv überrascht: „Die Stimmung ist super und die Aufteilung der Stände lädt zum gemütlichen Schlendern ein.“ Ihr zufolge ist besonders die Nähe zum Kultur- und Tagungszentrum aufgrund der dortigen öffentlichen Toiletten vorteilhaft. Grundsätzlich ist das Organisationsteam mit dem reibungslosen organisatorischen Ablauf zufrieden: „Auch wenn einige dem Flair im Markt nachtrauern, wurde der neue Standort generell gut angenommen. Wir warten das Gesamtfeedback der Beteiligten ab. Daran lässt sich festmachen, was zukünftig optimiert werden kann“, erklärte Bierling.

Constanze Wilz 

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