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Das Team der Commerzbank: (v. l.) Christian Zech, Stephan Hayler, Hubert Scholl, Roland Förster, Marco Jentsch, Gabriele Pfefferle, Dagmar Foerster, Manfred Kumeth und Heike Kessler.

Bank auf Wachstumskurs

Zwölf neue Kunden pro Monat

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Garmisch-Partenkirchen - Mehr Kunden und damit auch mehr Geld, das es zu verwalten beziehungsweise zu verleihen gilt: Die Commerzbank Garmisch-Partenkirchen befindet sich auf Wachstumskurs. Und profitiert von ihrer Konkurrenz.

Filialschließungen, wie zuletzt von der Kreissparkasse und der VR-Bank Werdenfels praktiziert (wir berichteten), und Gebührenerhöhungen – das sind häufig Gründe für Kunden, ihrem langjährigen Geldinstitut den Rücken zu kehren. Von diesem Frust „profitieren wir“, bestätigt Christian Zech, Leiter der Commerzbank-Filiale in Garmisch-Partenkirchen. Gerade im Bereich Firmenkunden – „denen fällt ein Wechsel oft leichter, da ist die Verbundenheit meist nicht so groß“ – spüren er und seine Mitarbeiter einen enormen Zulauf. Knapp 1000 Gewerbetreibende betreut das hiesige Institut momentan. Firmen mit einem Jahresumsatz über 2,5 Millionen Euro werden von der konzerneigenen Mittelstandsbank versorgt. Die nächste Filiale befindet sich in Weilheim. Das bedeutet: Die Experten dort kümmern sich auch um Unternehmer aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Im Privatkundenbereich spürt Zech ebenfalls, dass die Kunden längst nicht mehr an dem Geldinstitut festhalten, bei dem sie während der Ausbildung ihr erstes Konto eröffnet haben. „Jeden Monat finden durchschnittlich 12 Neue zu uns, so dass wir aktuell 6130 betreuen.“ Das Vermögen, das er und seine Kollegen verwalten, ist dadurch im vergangenen Jahr um 11,2 Prozent auf 110,6 Millionen Euro gestiegen. „Es gibt keine Alternative zu Wertpapieren“, meint Zech. „Sparen für die Altersvorsorge funktioniert bei diesen Zinsen nicht. Im Schnitt haben die Niedrigzinzen seit 2009 jeden Garmisch-Partenkirchner 1000 Euro Kaufkraft gekostet.“

Klein- oder sogenannte Konsumentenkredite, die für ein neues Auto, den langersehnten Urlaub oder zum Umschulden des überzogenen Kontos dienen, wurden 2015 in Höhe von über 700 000 Euro ausgegeben. Das bedeutet, dass an Kunden im Landkreis derzeit 9 Millionen Euro verliehen sind. Das Geschäft mit Baufinanzierungen habe sich mit einem Plus von 7,6 Millionen Euro (insgesamt: 28,5 Millionen Euro) längst auf einem stabilen Niveau eingependelt. Zahlen, die Zech optimistisch stimmen.

Um weiterhin auf Wachstumskurs zu bleiben, setzt die Commerzbank stark auf ihre digitalen Angebote. Dem Filialleiter ist freilich bewusst, dass er damit gerade im Landkreis Garmisch-Partenkirchen vor einer Herausforderung steht. „Online-Banking nimmt insgesamt stark zu“, unterstreicht Zech. „Aber hier im Ort müssen wir’s aktiv anbieten. Vor allem unsere älteren Kunden reagieren darauf nach wie vor verhalten.“ Nachdem aber per Internet die Fehlerquelle bei Überweisungen – „beim Eintrag der IBAN-Nummer vergisst man handschriftlich schnell eine Zahl“ – wesentlich geringer sei, versuche sein Team dieses Klientel an die ungewohnte Technik heranzuführen.

All das vor dem Hintergrund, „dass wir auch in diesem Jahr Kunden und Marktanteile von unseren Wettbewerbern gewinnen wollen“, betont Zech. Dabei setzt er auch auf die Beratung vor Ort und garantiert, „dass unser Filialnetz in dieser Form erhalten bleibt".

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