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Kreisbrandrat Eitzenberger kandidiert als Landrat

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Zwei, die sich verstehen: Johann Eitzenberger (l.) und Thomas Schmid ziehen an einem Strang. © Thomas Sehr

Garmisch-Partenkirchen - Johann Eitzenberger bewirbt sich am 16. März 2014 um den Posten des Landrats. Der Garmisch-Partenkirchner tritt als unabhängiger Kandidat des Christlich Sozialen Bündnisses (CSB) an. Dabei war er mal Parteimitglied.

Johann Eitzenberger (46) hat seine Deckung verlassen. Der Geschäftsführende Beamte der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und Kreisbrandrat geht bei den Kommunalwahlen 2014 für das CSB ins Rennen. Die Würfel sind am Montag zur Mittagszeit im Zuge einer CSB-Vorstandssitzung im Bernrieder Hof gefallen. Eitzenberger sei bei den Mitgliedern „sehr positiv bis überschwänglich“ aufgenommen worden, teilt ein gut gelaunter CSB-Vorsitzender Thomas Schmid gegenüber dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Murnauer Tagblatt mit.

Der Garmisch-Partenkirchner Bürgermeister propagiert offen einen Politikwechsel im Landratsamt. Dabei spart der ehemalige Diplomat auch nicht mit Kritik am bisherigen Amtsinhaber Harald Kühn (CSU); der tritt im September 2013 bekanntlich bei der Landtagswahl an. Schmid wirft dem Landrat in zentralen Fragen Zauderei vor. „Wir hätten schon längst drei oder vier Wasserkraftwerke gebaut“, versichert er. Die Vorschläge aus dem Garmisch-Partenkirchner Rathaus seien im Landratsamt aber allesamt verpufft. Ebenso lastet der Bürgermeister zum wiederholten Mal seinem ehemaligen CSU-Parteifreund aus Murnau mangelndes Engagement bei der Olympia-Bewerbung für 2018 an. Mit der möglichen Achse Schmid (Rathaus) – Eitzenberger (Landratsamt) könnten die atmosphärischen Störungen zwischen dem Hauptort und dem Landkreis bald behoben sein, glaubt zumindest Schmid.

Gleichwohl sieht er in dem Kandidaten Eitzenberger ein personelles Angebot auch für andere Parteien und Gruppierungen. Er schielt dabei in Richtung Freie Wähler – und sogar zur CSU. „Wir haben unser Angebot auf den Tisch gelegt. Wir machen die Türe auf.“ Das sieht Eitzenberger ähnlich. „Die CSU wird die Situation neu bewerten müssen.“ Auf jeden Fall wird die CSB-Personalentscheidung für Aufregung bei den Christsozialen sorgen.

Denn der dreifache Familienvater, der sich über viele Jahre beim CSU-Ortsverband Partenkirchen und als Kreisrat (2002 bis 2008) engagierte, gilt für viele Konservative als durchaus tragbar. Zudem verfügt der amtierende Kreisbrandrat im gesamten Landkreis über einen hohen Bekanntsheitsgrad.

Christof Schnürer

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