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Tritt nach sechs Jahren als Vorsitzender zurück: Markus Dorfleitner.

Suche nach Nachfolger schwierig

DAV: Vorsitzender Dorfleitner zieht Schlussstrich

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Garmisch-Partenkirchen - Seine Entscheidung zieht er nicht mehr zurück: Sektions-Chef Markus Dorfleitner tritt nach sechs Jahren von seinem Amt zurück. Wer seine Nachfolge antreten soll, verrät er noch nicht. 

Es waren keine leeren Worthülsen bei der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr. Markus Dorfleitner beabsichtigte damit auch nicht, dass man ihm den Bauch pinselt, dass er seine Meinung revidiert. Der Vorsitzende der Alpenvereins-Sektion Garmisch-Partenkirchen bleibt dabei: Seine letzten Tage im Amt sind angebrochen. Bei der diesjährigen Versammlung am Freitag, 8. April, stellt er sich nicht mehr zu Wahl. Das ist beschlossene Sache.

Sechs Jahre lang oblag ihm die Verantwortung für den größten Verein im Landkreis und dessen über 6000 Mitglieder. Kein Zuckerschlecken. „Die Arbeit ist sehr intensiv“, unterstreicht Dorfleitner, der hauptberuflich einen Glaserei-Betrieb führt. Ein richtiger Zeitfresser. Nach reiflicher Überlegung und Rücksprache mit seiner Familie fiel die Entscheidung. „Nach sechs Jahren als Vorsitzender kann man den Stab schon weitergeben.“ Der Glasermeister will sich künftig mehr um sein Geschäft kümmern und eigenen Hobbies nachgehen.

Zwar freut sich Dorfleitner auf „seinen neuen Lebensabschnitt“, dennoch weiß er die Zeit bei der Sektion sehr zu schätzen. Die Zusammenarbeit mit seinen Vorstandskollegen verlief ihm zufolge einwandfrei. „Der Rückhalt war zu 100 Prozent da“, verdeutlicht der Garmisch-Partenkirchner. Auch die Kritik, die ihm manchmal entgegenschwappte, bewegte ihn nicht zu seinem Schlussstrich. Zum Beispiel als sich Widerstand seitens der Mitglieder regte, weil Dorfleitner und Co. vorschwebte, diese mit einer Sonderumlage des dreifachen Jahresbeitrags zu belasten – zu Gunsten des Baus einer Kletterhalle. Dorfleitner hat ein dickes Fell. Bei der Größe des Vereins könne man es eben nicht jedem recht machen.

Vor zwei Monaten potenziellen Kandidaten gefunden

Trotzdem findet er selbst, dass das Führungsteam in den vergangenen Jahren die Sektion nach vorne gebracht hat. Das finanzielle Polster wächst. „Wir sind tief in den schwarzen Zahlen“, sagt er. Außerdem wurde viel umgesetzt, „die Strukturen verändert“. Damit meint Dorfleitner einerseits die Besetzung des Büros von Teil- in Vollzeit. „Dadurch wurde die Vorstandschaft entlastet.“ Auch der Einstieg der Sektion in die mediale Internetwelt mit zeitgemäßer Homepage zählt dazu. „Die Weichen für die jüngere Generation sind gestellt“, schrieb er bereits im Vorwort des DAV-Nachrichtenblatts 2015, in dem er auch seinen Rücktritt nochmals bewusst ankündigte.

Bewusst deshalb, weil sich die Suche nach einem Nachfolger als schwierig gestaltete. „Das ist nicht einfach, einen Ehrenamtlichen zu finden“, sagt Dorfleitner, „vor allem für eine Führungsposition.“ Bis vor etwa zwei Monaten befand sich der Verein im Kandidaten-Leerlauf. Jetzt können die Verantwortlichen am Freitag einen Mann präsentieren, der sich zur Wahl stellt. Um wen es sich handelt, daraus macht der aktuelle Vereinschef noch ein Ratespiel, verrät keinen Namen. Nur soviel: Der potenzielle Kandidat gehörte bereits dem Vorstand an, kenne die Sektion seit Jahren und tastet sich bereits an seinen möglichen Posten heran. „Er hat schon mitwurschteln können“, sagt Dorfleitner, der wie seine Kollegen von dessen Kompetenz überzeugt sind. „Es ist wichtig, dass es einer ist, bei dem die anderen ihre Ämter behalten wollen.“ Um einen groben Schnitt zu verhindern.

Der blüht nun vielleicht Dorfleitner selbst. Inwieweit er künftig in der Sektion aktiv ist, weiß er noch nicht. Sich komplett zurückzuziehen, will er eigentlich nicht. Zu sehr liegt ihm der Alpenverein am Herzen. Falls Bedarf besteht, kann er sich jedenfalls vorstellen, ein anderes Amt zu übernehmen. Wenn nicht, dann „wird mir sicher auch nicht langweilig“.

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