Feuerwehreinsatz: Karstadt an der Schleißheimer Straße geräumt

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Bis hierher: Das Ende des Fußgängerbereichs am Murnauer Untermarkt.

Debatte um längere Fußgängerzone 

Untermarkt: Verkehrsberuhigung kommt an

Murnau - Das Thema ist einer der Dauerbrenner in Murnau: Soll man die Fußgängerzone Richtung Süden verlängern? Aus aktuellem Anlass kam die Sache am Donnerstag im Marktgemeinderat zur Sprache. Geschäftsleute scheinen an der aktuellen Beruhigung Gefallen zu finden.

Die Sitzung im Kultur- und Tagungszentrum war schon fast vorbei, als Neu-Gemeinderat Felix Burger (SPD) das Wort ergriff. Er stellte die Frage in den Raum, ob die Gemeinde nicht versuchen sollte, den Untermarkt ein Jahr komplett als Fußgängerzone zu nutzen. „Vielleicht ist das jetzt der richtige Zeitpunkt zuzumachen.“ Momentan endet der Untermarkt in einer Sackgasse. Wegen des Krans in der Schlossbergstraße ist die Durchfahrt nicht möglich. Hintergrund ist die Erweiterung/Sanierung des Rathauses. 

Welf Probst (Freie Wähler) ist kein Freund einer verlängerten Fußgängerzone. „Es gibt Handwerksbetriebe, die erreichbar sein müssen. Es ist da unten nicht einfach.“ Probst gebrauchte gar den Begriff „Katastrophe“. Er warne davor, die Zone nach Süden zu verlängern. Der Inhaber eines Raumausstatterbetriebs im Untermarkt erinnerte auch an die Worte eines früheren Tölzer Bürgermeisters: „Macht die Fußgängerzone nicht zu lang, sonst stirbt sie.“ Burger meinte, während eines einjährigen Testlaufs könnten Handwerksbetriebe in den Untermarkt hineinfahren. 

Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) hielt eine Verlängerung für schwierig, und zwar sinngemäß, weil östlich und westlich die Straßen fehlten, die den Verkehr aufnehmen könnten. Die Lederergasse sei hierzu nicht in der Lage. Michael Hosp (CSU) sah im Baustellenverkehr ein „großes Problem“. Eine Fußgängerzone funktioniere nicht, wenn größere Lkw unterwegs sind. 

In der Verwaltung stellt man sich aber ohnehin gerade die Frage, ob eine Baustellenzufahrt über den Untermarkt sinnvoll ist. Wirtschaftsförderer Jan-Ulrich Bittlinger glaubt, dass das „nicht optimal“ wäre und verweist auf wendende Lkw. „Wir wollen das am Montag besprechen.“ 

Er war in den vergangenen Wochen öfters unterwegs und suchte die Einzelhändler mehrfach persönlich auf. Bittlingers Fazit: „Es gibt keine Angst und Panikstimmung, sondern viele freuen sich, dass die Verkehrslage ruhiger ist.“ Mehr als 60 Prozent der Geschäftsleute“, so schätzt Bittlinger, „wünschen sich eine beruhigte Zone, wie wir sie jetzt haben“.

Im aktuellen Zustand sieht der Wirtschaftsförderer einen Kompromiss. „Wir haben jetzt eine gewisse Testphase für ein Jahr.“ Bittlinger will auch weiterhin in regelmäßigen Abständen die Einzelhändler aufsuchen und die Stimmung erkunden. Er hat nach eigenen Angaben mittlerweile auch Google Maps und anderen Kartendiensten mitgeteilt, dass die Durchfahrt in der Schlossbergstraße derzeit nicht möglich ist.

Roland Lory

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