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Neuer Rahmen für den Tag der Deutschen Einheit: Dr. Sigrid Meierhofer (r.) und Johann Berger.

Alle Bürger sind eingeladen

Tag der Deutschen Einheit: Ein Volks-Fest 

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Garmisch-Partenkirchen - Weniger elitär, mehr volksnah: So stellen sich Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer und Brigadegeneral a. D. Johann Berger die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit vor. Alle Bürger sind eingeladen mitzufeiern.

Der Tag der Deutschen Einheit ist ein Tag der Freude. Eigentlich. Im vergangenen Jahr hatte es im Vorfeld der Feierlichkeiten allerdings einige Irritationen gegeben, weil die Gemeinde den Nationalfeiertag in viel kleinerem Rahmen gefeiert hatte als sonst üblich. Und das, obwohl sich die Wiedervereinigung zum 25. Mal jährte. Und auch am Ort – dem Auditorium des George C. Marshall-Centers, das gerade einmal über 230 Plätze verfügt – schieden sich die Geister. Ex-Generalmajor Winfried Dunkel, selbst einmal stellvertretender Direktor am Europäisches Zentrum für Sicherheitsstudien, hielt das damals für unangemessen. „Es gab Ärger, weil wir den Platz begrenzen mussten“, erinnert sich Brigadegeneral a. D. Johann Berger, der Vize-Direktor des Marshall-Centers.

Der Tag der Deutschen Einheit wird heuer noch eine Nummer kleiner gefeiert und ganz anders als in den Jahren zuvor. „Wir meinen, dass nach einem Vierteljahrhundert deutsche Einheit eine Zäsur sinnvoll ist“, sagt Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Weniger kann mehr sein. Der 3. Oktober soll ein Volks-Fest sein, an dem Meierhofer zufolge „nicht nur geladene Gäste, sondern die Bevölkerung teilnehmen soll. Eine elitäre Gesellschaft bei diesem Anlass ist nicht mehr zeitgemäß“. Einladungen werden, wie in der Vergangenheit, nicht mehr verschickt. „Wer da ist, ist da“, sagt Meierhofer. Berger hat den deutschen Teil der Einrichtung, die Kursteilnehmer und die US-Amerikaner eingeladen mitzufeiern. Zuletzt gehörten die Feierlichkeiten nicht einmal mehr zum Pflichtprogramm der meisten Kommunalpolitiker. Im vergangenen Jahr hatten gerade noch fünf Gemeinderäte den Weg ins Marshall-Center gefunden, um dem Vortrag von Bayerns Europaministerin Beate Merk (CSU) zu lauschen.

Statt Festsaal oder Hörsaal nun Konzertmuschel im Michael-Ende-Kurpark. Dort findet die Feierstunde am Montag, 3. Oktober, von 16 bis 18 Uhr statt. Ganz ohne Brimborium und mit ein bisschen Tschingderassabum. Meierhofer und Berger haben sich entschlossen, die Bürger teilnehmen zu lassen und auf einen hochrangigen Festredner zu verzichten. Die Rathaus-Chefin und der Vize-Direktor wollen sich in kurzen Ansprachen zu „deutschen Themen“ äußern. Davor und danach wird ein Teil des Gebirgsmusikkorps bis 18 Uhr die Besucher unterhalten.

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