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Da war der Jubel noch groß: das „Jetta-Team“ (in schwarzen Trikots, v. l.) Bernhard Gröbl, Andreas Beer, Hansi Maurer und Sebastian Malik inmitten seiner Fans am Rathausplatz.

Der "Deutschlandjetta": Auslaufmodell in Schwarz-Rot-Gold

Garmisch-Partenkirchen - Auf zwei Autokorsos durch Garmisch-Partenkirchen hatten die Freunde noch gehofft. Mit dem Aus der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstag gegen Italien (1:2) endete die Karriere des Werdenfelser Kultautos in Deutschlandfarben. Der „Deutschlandjetta“, der jetzt eigentlich ein BMW ist, ist Geschichte. Und jetzt?

Hansi Maurer, Sebastian Malik, Andreas Beer und Bernhard Gröbl, die den echten Jette zur Fußball-WM 2010 in Südafrika erstmals präsenterten, werden ihr Auto stilllegen. „2014 ist die Weltmeisterschaft in Brasilien. Die Zeitverschiebung macht uns da einen Strich durch die Rechnung“, sagt Maurer. Korsos seien dann kaum möglich.

Immerhin fast drei Wochen waren die vier Handballer mit ihrem liebe- und mühevoll gestalteten BMW 520 auf Achse. Vier Autokorsos durch Garmisch-Partenkirchen führten sie an. Höhepunkt war die Feier nach dem Viertelfinal-Sieg gegen Griechenland, als 600 Pkw dem Kultauto folgten. Mehr als drei Kilometer lang war die Blechlawine. „Da haben wir selbst die WM vor zwei Jahren übertroffen“, sagt Beer. Damals seien es maximal „nur“ 400 Autos gewesen.

Reibungslos sei die Zusammenarbeit mit den Beamten aus Garmisch-Partenkirchen gelaufen. „Wir waren wieder der Leitwolf für die Polizei“, sagt Beer. Paradiesische Zustände für Korso-Fans. Malik und seine Freunde seien während ihrer Runden friedlich feiernden Fans begegnet. „Selbst die Griechen haben uns angefeuert“, erinnert sich Maurer. Überrascht von der guten Stimmung zu später Stunde seien die Freunde am Marienplatz gewesen. „Da war immer richtig viel los.“

Bis auf eine defekte Hupe blieb der Kult-BMW bei dieser EM ohne größeren Schaden. Trotzdem soll es nun verkauft werden. An wen, da will sich Gröbl noch nicht festlegen: „Wenn jemand eine guten Einfall hat, was mit dem Auto geschehen soll, dann soll er uns auf Facebook schreiben.“ Er selbst habe bereits eine Idee: „Wir würden es der Gemeinde überlassen, damit man es für touristische Zwecke nutzen kann.“ Die nächste WM oder EM komme bestimmt. Ob sie das Angebot annehmen würde, ist nicht bekannt.

Hannes Bräu

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