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Wetter-Kapriolen im Werdenfelser Land

Erstmals seit 1934 keine Schneedecke

Garmisch-Partenkirchen - Jetzt ist es amtlich: Der Dezember 2015 war viel zu warm und trocken. Er bricht sogar Wetterrekorde.

Zum Jahresende wurden Rekorde gebrochen – was das Wetter im Werdenfelser Land betrifft. Denn zum einen war es der wärmste Dezember auf der Zugspitze seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1900. Zum anderen fiel im Tal kein Schnee. „Das gab es hier seit 1889 nur einmal“, berichtet Robert Schardt vom Deutschen Wetterdienst. „Und zwar im Jahre 1934.“ Statt einer Schneedecke registrierten die Experten zwei Dinge: Der Dezember war in Garmisch-Partenkirchen zu warm und viel zu trocken. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Temperatur der vergangenen Jahre betrug minus 2,7 Grad Celsius. Heuer lag das Monatsmittel bei 0,4. Am wärmsten war es gleich am 1. Dezember mit einer Temperatur von 12 Grad. Deutlich auch die Zahlen beim Niederschlag: Normalerweise werden im Durchschnitt bis zu 91,5 Liter pro Quadratmeter erreicht. Der Dezember brachte es gerade mal auf 28 Liter. Dafür heizte die Sonne ein: Sie schien fast doppelt so lang, wie es in den Vorjahren üblich war: nämlich 98,4 Stunden. Das passt zur Bilanz für das ganze Jahr, die Schardt für Garmisch-Partenkirchen zieht: Im viertwärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gab es zu viel Sonne und zu wenig Regen. Ähnlich sah es auf Deutschlands höchstem Berg aus: Dort wurde das zweitwärmste Jahr seit 1900 gemessen. Und auch auf der Zugspitze war es im Dezember zu warm und zu trocken, auf diese Weise kam nur ein Viertel der üblichen Niederschlagsmenge zusammen. Die maximale Schneehöhe lag bei 90 Zentimetern.

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