Die von den Rekruten gesprochene Gelöbnisformel ist der Höhepunkt der Zeremonie. foto: herpen

"Die Bundeswehr gehört in die Mitte der Gesellschaft"

Murnau - Nach dreieinhalb Jahren Pause hat am gestrigen Vormittag wieder ein militärisches Gelöbnis mit 45 Rekruten in der Marktgemeinde Murnau stattgefunden.

Zahlreiche Zuschauer, darunter auch viele Angehörige der 45 Rekruten und diverse Fahnenabordnungen befreundeter Vereine, warteten bereits am Untermarkt, als der Grundausbildungszug unter Führung von Major Markus Egener zackig einmarschierte, gefolgt vom Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen unter Leitung von Karl Kriner. Nach dreieinhalb Jahren Pause hat am gestrigen Vormittag wieder ein militärisches Gelöbnis in der Marktgemeinde Murnau stattgefunden. Als Ort dieser feierlichen Zeremonie hatten sich die Verantwortlichen die Fußgängerzone zwischen Mariensäule und Rathaus ausgesucht - als Sinnbild für die Verbundenheit von Bundeswehr und Kommune.

Die Rekruten seien entscheidender Garant für das freiheitliche Gemeinwesen, hob Oberstleutnant Dirk Kutscher, Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons 293 in der Werdenfelser Kaserne, in seiner Ansprache hervor. „So wie sie im Augenblick im Zentrum der Fußgängerzone Murnaus stehen, gehört die Bundeswehr in die Mitte der Gesellschaft.“ Anders als für die einstigen Grundwehrdienstleistenden stünde heute der militärische Einsatz sehr wohl im Mittelpunkt der Ausbildung und des täglichen Dienstes. Auch für die Grundausbildung im kommenden Jahr liegen laut Kutscher bereits 29 Anmeldungen vor, womit der Standort Murnau weiter wachse.

Als „ein starkes Zeichen“ wertete Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) das Gelöbnis im Herzen von Murnau. Die vor über drei Jahren gefallene Entscheidung, den Wehrdienst auszusetzen, halte er nach wie vor für hinterfragenswert: „Wehr- und Zivildienstleistende haben über fünf Jahrzehnte lang einen wichtigen Dienst geleistet.“ Es sei gut, dass es nach wie vor Freiwillige gibt, die Willens sind, ihren Dienst für Deutschland zu leisten. Zuvor hatten er und Kutscher die Front der Rekruten und des Ehrenzugs abgeschritten. Höhepunkt war die Vereidigung der Soldaten, die gemeinsam die Gelöbnisformel sprachen, bevor das Bayerische Militärgebet, die Bayern- und die Nationalhymne erklangen.

„Ich sehe es sehr positiv, dass das Gelöbnis hier in der Fußgängerzone stattfindet“, sagte Arpard Vecsei (66), der als Zuschauer das Geschehen verfolgte. „Die Bundeswehr gehört zu uns, und der Großteil der Bevölkerung steht dahinter. Schließlich gehen die Rekruten ja auch für uns in den Einsatz.“ (her)

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